Vermögensverwaltung
Das von den Banken in der Schweiz verwaltete Vermögen stieg im Jahr 2025 gegenüber dem Vorjahr um 4,8 Prozent und erreichte CHF 9’729,1 Mrd. Damit wurde das hohe Niveau aus dem letztjährigen Rekordjahr 2024 noch übertroffen. Dieser Zuwachs spiegelte die Erholung der Aktienmärkte wider.
Die verwalteten Vermögen von inländischen Kundinnen und Kunden haben 2025 um CHF 203,4 Mrd. zugenommen, während die Vermögen ausländisch domizilierter Kundinnen und Kunden um CHF 241,7 Mrd. gestiegen sind. Dies führte zu einer soliden Zunahme der verwalteten Vermögen der Banken in der Schweiz um 4,8 Prozent. Haupttreiber dieser Entwicklung war wie bereits im Vorjahr die Erholung der Wertschriftenbestände, die um 7,3 Prozent zunahmen. Mit einem Anteil von rund 88 Prozent stellen sie den weitaus grössten Bestandteil der verwalteten Vermögen dar und erreichten 2025 den höchsten Stand seit 2015. Nachdem die Wertschriftenbestände in den Jahren 2022 und 2023 deutlich zurückgegangen waren, setzte sich ihre Erholung damit weiter fort. Demgegenüber gingen die kleineren Positionen wie Treuhandgelder (–10,2%) und Verpflichtungen gegenüber Kundinnen und Kunden ohne Einlagen auf Sicht (–11,1%) zurück. Beide Positionen verblieben jedoch weiterhin auf einem historisch hohen Niveau. Die Aufteilung der Depotbestände nach Währungen veränderte sich gegenüber dem Vorjahr nur leicht. Der Schweizer Franken war mit einem Anteil von über 50 Prozent weiterhin die wichtigste Anlagewährung. Seit 2015 stiegen die verwalteten Vermögen insgesamt sukzessive, bevor sie im Jahr 2022 einen Rückgang erfuhren. Dieser konnte in den Jahren 2023 und 2024 wieder aufgeholt werden. Mit dem erneuten Anstieg im Jahr 2025 erreichten die verwalteten Vermögen einen neuen Höchststand.

ENTWICKLUNGEN IM JAHR 2026
Die verwalteten Vermögen im ersten Halbjahr 2026 auf neuem Höchststand
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Entwicklungen im Jahr 2025
Verwaltete Vermögen im In- und Ausland
Das von den Banken in der Schweiz verwaltete Vermögen nahm 2025 auf CHF 9’729,1 Mrd. (+4,8%) zu. Dabei nahmen sowohl die Vermögen inländischer als auch ausländischer Kundinnen und Kunden zu. Diese Zunahme ist vollständig auf den Zuwachs der Wertschriftenbestände in den Kundendepots der Banken zurückzuführen.
Das verwaltete Vermögen setzt sich aus den Wertschriftenbeständen in Kundendepots (CHF 8’585,7 Mrd.), Verpflichtungen gegenüber Kundinnen und Kunden ohne Einlagen auf Sicht (CHF 931,9 Mrd.) sowie Treuhandverpflichtungen (CHF 211,5 Mrd.) zusammen. Die Wertschriftenbestände nahmen gegenüber dem Vorjahr um CHF 585,5 Mrd. zu. Ausschlaggebend hierfür war insbesondere die positive Entwicklung an den Aktienmärkten. So stieg der Swiss Market Index (SMI) im Jahr 2025 um 14,1 Prozent und übertraf damit sowohl den deutlichen Rückgang von 17 Prozent im Jahr 2022 als auch das vergleichsweise moderate Wachstum von rund 4 Prozent in den Jahren 2023 und 2024. Gegenläufig zu den Wertschriftenbeständen in Kundendepots mussten sowohl die Verpflichtungen gegenüber Kundinnen und Kunden ohne Einlagen auf Sicht als auch die Treuhandverpflichtungen eine Abnahme von 11,1 Prozent bzw. 10,2 Prozent verzeichnen. Dies dürfte vor allem auf Umschichtungen in andere Anlageformen zurückzuführen sein. Im Zuge der gesunkenen Zinsen verloren insbesondere Treuhandanlagen an Attraktivität, während gleichzeitig die Wertschriftenbestände weiter zunahmen. Somit ist die Zunahme der verwalteten Vermögen vollständig durch die Zunahme der Wertschriftenbestände in Kundendepots begründet. Mit einem Anteil von rund 88 Prozent stellen diese den weitaus grössten Teil der verwalteten Vermögen dar.
Entwicklung der verwalteten Vermögen über die Zeit
Langfristig betrachtet nahmen die von Banken in der Schweiz verwalteten Vermögen stark zu. Nach dem Ausbruch der Finanz- und Wirtschaftskrise im Jahr 2008 verzeichneten die verwalteten Vermögen einen starken Rückgang. Dies betraf auch insbesondere die Wertschriftenbestände in Kundendepots, die aufgrund der stark gesunkenen Börsenkurse grosse Verluste erlitten. Zwischen 2015 und 2021 stieg das verwaltete Vermögen jedoch wieder sukzessive von CHF 6’568,4 Mrd. auf CHF 8’833,2 Mrd. an, bevor es 2022 aufgrund der negativen Börsenentwicklung erneut zu einer starken Reduktion auf CHF 7’846,8 Mrd. kam. Seit 2023 nahmen die von den Banken in der Schweiz verwalteten Vermögen wieder kontinuierlich zu und erreichten 2025 einen neuen Höchststand. In den Jahren 2023 und 2024 war diese Entwicklung einerseits auf die Erholung an den Aktienmärkten und andererseits auf die gestiegene Attraktivität von Obligationen im Umfeld höherer Zinsen zurückzuführen. Dadurch übertrafen die verwalteten Vermögen bereits 2024 mit CHF 9’284,0 Mrd. den bisherigen Höchstwert aus dem Jahr 2021 deutlich. Im Jahr 2025 verblieben die Obligationen auf bisherigem Niveau. Gleichzeitig profitierten die Wertschriftenbestände von der deutlichen Erholung an den Aktienmärkten. Dadurch setzte sich das Wachstum der verwalteten Vermögen fort und erreichte mit CHF 9’729,1 Mrd. einen neuen Rekordwert.
Die längerfristige Sicht ist geprägt durch eine Abnahme des Vermögensanteils von ausländischen Kundinnen und Kunden. Zwischen 2015 und 2025 nahm der Anteil von 49,3 Prozent auf 45,9 Prozent ab. Dieser Rückgang ist auf verschiedene Gründe zurückzuführen, insbesondere auf den Währungseffekt. Ausländische Kundinnen und Kunden halten einen wesentlich höheren Anteil ihrer Vermögen in Euro und US-Dollar als inländische Kundinnen und Kunden. Da die Vermögensanteile in Schweizer Franken berechnet werden, sinkt das Vermögen der ausländischen Kundschaft im Verhältnis zu den inländischen Kundinnen und Kunden bei einem steigenden Schweizer Franken. Trotz des Rückgangs der Vermögensanteile stiegen die verwalteten Vermögen der ausländischen Kundschaft in absoluten Zahlen seit 2015 um CHF 1’228,4 Mrd. (+37,9%) an. 2025 nahmen die verwalteten Vermögen der ausländischen Kundschaft sowohl absolut (CHF 241,7 Mrd.) wie auch relativ (5,7 %) stärker zu als jene der inländischen Kundinnen und Kunden (CHF 203,4 Mrd. bzw. 4,0 %). Dies zeigt, dass die Schweizer Banken in Zeiten geopolitischer Unsicherheit und einem starken Schweizer Franken nach wie vor das Vertrauen der ausländischen Kundschaft geniessen. Die Schweiz gehört auch 2025 zu den führenden Standorten in der grenzüberschreitenden Vermögensverwaltung von privaten Kundinnen und Kunden. Mit CHF 2’945,7 Mrd. liegen die Bestände 7,6 Prozent über dem Vorjahreswert (wechselkursbereinigt).
Abbildung 18
Abbildung 19
Wertschriftenbestände
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Die Wertschriftenbestände bilden den Hauptteil der verwalteten Vermögen. Trotz der weiterhin restriktiven Geldpolitik der amerikanischen Zentralbank sowie bestehenden geopolitischen Unsicherheiten kam es 2025 zu stark steigenden Börsenkursen. Der starke Börsenmarkt führte zu höheren Aktienbeständen, was eine Zunahme der Wertschriftenbestände um 7,3 Prozent zur Folge hatte.
Der Hauptgrund für die Zunahme der Wertschriftenbestände in Kundendepots um 7,3 Prozent im Jahr 2025 war die positive Entwicklung an den Aktienmärkten. Die Wertschriftenbestände gliedern sich in die Kategorien «Aktien», «Kollektivanlagen», «Obligationen» und «Übrige». Verschiedene Zentralbanken hatten 2024 angesichts sinkender Inflationsraten begonnen, ihre Leitzinsen zu senken und diese im Jahr 2025 weiterhin niedrig gehalten oder weiterhin gesenkt. Die geopolitischen Unsicherheiten bleiben derweil bestehen. Der SMI stieg von Jahresbeginn bis Jahresende um 1’643 Punkte (+14,1%). Damit hat sich der Zuwachs des SMI deutlich dem Zuwachs bei Technologieindizes wie dem NASDAQ 100 angenähert. Dieser legte im Jahr 2025 mit einem Wachstum von 21,4 Prozent etwas stärker zu als der SMI, dennoch lag sein Zuwachs spürbar unter dem Rekordwert von 53,8 Prozent im Jahr 2023. Technologische Innovationen, insbesondere im Bereich der künstlichen Intelligenz sind weiterhin ein Treiber dieser Entwicklung. Die steigenden Aktienkurse spiegeln sich deutlich in den Aktienbeständen wider, die im Jahr 2025 um 11,1 Prozent auf CHF 3’363,4 Mrd. gestiegen sind. Damit haben sich die Bestände sehr stark dem Niveau des Rekordjahres 2021 (CHF 3’375,7 Mrd.) angenähert, konnten dieses aber nicht übertreffen. Wie bereits im Vorjahr konnten auch die Anteile an Kollektivanlagen einen Zuwachs verzeichnen, der mit einem Wachstum von CHF 221,3 Mrd. (+7,2%) etwas geringer ausfällt als im Vorjahr. Damit verzeichnen die Bestände an Anteilen an Kollektivanlagen weiterhin ein mindestens zehnjähriges Rekordniveau. In Zeiten erhöhter Unsicherheiten und niedriger Zinsen erfreuen sich Anlageformen wie Investmentfonds folglich weiterhin hoher Beliebtheit, da sie eine Möglichkeit zur Diversifizierung des Portfolios darstellen und gleichzeitig attraktiver sind als zinsbasierte Anlageformen. Gegenläufig zu diesem Aufwärtstrend, mussten die Obligationen im Jahr 2025 einen leichten Rückgang um CHF 11,2 Mrd. (–0,8%) verzeichnen. Betrachtet man das letzte Jahrzehnt, so zeigt sich, dass die Aktienbestände die Entwicklung der Wertschriftenbestände getrieben haben. Zwischen 2015 und 2025 nahmen sie um 50,3 Prozent zu, während die Obligationen lediglich um 14,3 Prozent wuchsen. Im Jahr 2025 kam der grösste Anteil der Wertschriftenbestände aus den Aktienbeständen mit einem Anteil von 39,2 Prozent, dicht gefolgt vom Anteil der Kollektivanlagen mit 38,2 Prozent. Eine derartige Zusammensetzung war in den letzten zehn Jahren häufig zu beobachten. Der Schweizer Franken hat im Jahresverlauf 2025 sowohl gegenüber dem Euro wie auch gegenüber dem US-Dollar an Wert gewonnen. Gegenüber dem Euro gewann er 0,9 Prozent an Wert, gegenüber dem Dollar 12,3 Prozent. Grund dafür dürfte die erhöhte Nachfrage nach dem Franken als sicherem Hafen in einem von geopolitischen und wirtschaftspolitischen Unsicherheiten geprägten Umfeld sowie eine gleichzeitige Schwäche des Dollars sein.
Depotbestände nach Währungen
Bei den Depotbeständen nach Währungen zeigte sich 2025 eine leichte Verschiebung von USD zu CHF, während die Anteile von EUR und den übrigen Währungen weitgehend stabil blieben. Damit waren Ende 2025 weiterhin über die Hälfte der Depotbestände in CHF angelegt. Ein gutes Viertel entfiel auf den US-Dollar, während der Euro und andere Währungen weitere 20 Prozent ausmachten.
Der Frankenanteil der Wertschriftenbestände in Kundendepots stieg im Jahr 2025 um etwa 1,2 Prozentpunkte auf 52,0 Prozent. Damit blieb der Schweizer Franken weiterhin die bedeutendste Anlagewährung. In einem ähnlichen Masse nahm der Anteil der Bestände in USD auf 28,1 Prozent ab. Ein Grund dafür dürfte die Aufwertung des Schweizer Frankens gegenüber dem Dollar sein. Bei den übrigen Währungen waren nur geringe Veränderungen festzustellen. So nahm der Anteil des Euro im Vergleich zum Vorjahr um 0,3 Prozentpunkte zu, während der Anteil der übrigen Währungen sich um nur 0,2 Prozentpunkte vergrösserte. Rund zwei Drittel der Depotbestände von inländischen Anlegern wurden in Schweizer Franken gehalten, während es beim US-Dollar und Euro umgekehrt war. Bei diesen beiden Währungen waren jeweils etwa zwei Drittel der Depotbestände ausländischen Inhabern zuzuordnen.
Abbildung 21
Die verwalteten Vermögen im ersten Halbjahr 2026 auf neuem Höchststand
Die verwalteten Vermögen der Banken in der Schweiz übertrafen in den ersten Monaten des Jahres 2026 das Rekordniveau des Vorjahres und nahmen um weitere 4,0 Prozent zu. Ausschlaggebend für diese positive Entwicklung war der Anstieg der Wertschriftenbestände.
Die verwalteten Vermögen nahmen in den ersten Monaten des Jahres 2026 deutlich zu. Mit einem Anstieg von 4,0 Prozent erreichten sie CHF 10’119,5 Mrd. und übertrafen damit das Rekordniveau von Ende 2025. Zu dieser Entwicklung trugen inländisch und ausländisch domizilierte Kundinnen und Kunden gleichermassen bei. Ihre verwalteten Vermögen stiegen jeweils um 4,0 Prozent.
Der positive Trend ist auf die Zunahme der Wertschriftenbestände und der Treuhandverpflichtungen zurückzuführen. Den mit Abstand grössten Beitrag zum absoluten Wachstum leisteten dabei die Wertschriftenbestände, da sie den überwiegenden Teil der verwalteten Vermögen ausmachen. Sie stiegen um 4,7 Prozent auf CHF 8’964,6 Mrd. und übertrafen damit das Rekordniveau von Ende 2025. Die Zunahme dürfte wesentlich mit der positiven Entwicklung an den Aktienmärkten zusammenhängen.
Auch die Treuhandverpflichtungen nahmen deutlich zu. Sie stiegen um 7,1 Prozent auf CHF 227,9 Mrd., blieben damit nach dem starken Rückgang im Vorjahr jedoch weiterhin leicht unter dem Rekordniveau von 2024. Getragen wurde diese Entwicklung vor allem von den Verpflichtungen gegenüber ausländisch domizilierten Kundinnen und Kunden, die um 8,7 Prozent zunahmen. Die entsprechenden Verpflichtungen gegenüber inländisch domizilierten Kundinnen und Kunden erhöhten sich dagegen lediglich um 1,0 Prozent.
Demgegenüber gingen die Verpflichtungen gegenüber Kundinnen und Kunden ohne Sichteinlagen um 2,9 Prozent zurück. Ausschlaggebend dafür war der Rückgang bei den ausländisch domizilierten Kundinnen und Kunden um 11,8 Prozent. Die entsprechenden Verpflichtungen gegenüber inländisch domizilierten Kundinnen und Kunden blieben mit einem leichten Zuwachs von 0,2 Prozent weitgehend stabil.