Bankenbarometer 2026

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Bilanzgeschäft

Die aggregierte Bilanzsumme aller Banken in der Schweiz hat im Jahr 2025 um 0,9 Prozent abge­nommen. Der Abnahme der Bilanz­summe bei den Gross­banken steht eine Zunahme bei allen anderen Bankengruppen gegenüber.

Nach dem Anstieg im Vorjahr verzeich­nete die Bilanzsumme der Banken in der Schweiz im Jahr 2025 wieder einen leichten Rückgang. Sie sank um 0,9 Prozent beziehungsweise CHF 27,8 Mrd. auf CHF 3’191,3 Mrd. Auf der Aktivseite nahmen die Hypothekar­forde­rungen weiter­hin die mit Abstand grösste Position ein. Die Aktivpositionen ent­wickelten sich gegen­über dem Vorjahr heterogen. Die Zunahmen reichten von 0,7 Prozent bei den Handels­beständen in Wert­schriften und Edelmetallen bis zu 10,3 Prozent bei den Finanz­anlagen. Dem­­gegen­über bewegten sich die Rückgänge zwischen 1,4 Prozent bei den flüssigen Mitteln und 21,4 Prozent bei den Forderungen aus Wert­papier­finan­zierungs­ge­schäften. Die Forderungen gegenüber Kunden blieben gegenüber dem Vorjahr unver­ändert. Auf der Passiv­seite kam es zu einer Um­schichtung von Termin- zu Sichteinlagen, während die Termineinlagen um 23,5 Prozent ab­nahmen, legten die Sichteinlagen um 14,5 Prozent zu. Dies ist vor allem auf die Nullzinspolitik und hohe geo­poli­tische Un­sicherheit zurückzuführen, da Termineinlagen in diesem Umfeld gegen­über Sicht­einlagen an Attraktivität ver­lieren. Insgesamt nahmen die Verpflich­tungen aus Kundeneinlagen leicht um 0,3 Prozent zu. Wie bereits im Vorjahr war bei den Gross­banken ein deutlicher Rückgang der Bilanz­summe zu beobachten, der die Entwicklung der gesamten Bilanz­summe massgeblich prägte. Demgegen­über konnten alle übrigen Bankengruppen ihre Bilanzsumme aus­weiten. Den stärksten Zuwachs ver­zeich­neten die Privat­bankiers mit einem Plus von 15,8 Prozent. Das inländische Kredit­volumen ist erneut leicht angestiegen (+2,5%). Verant­wortlich dafür waren insbesondere die inländischen Hypothekar­forde­rungen, die um 3,0 Prozent auf einen neuen Höchstwert von CHF 1’244,8 Mrd. gestiegen sind. Die übrigen Kredite, bestehend aus ungedeckten und ge­deckten Forderungen, gingen hingegen leicht um 0,8 Prozent zurück. Den grössten Anteil am inländischen Hypo­thekarmarkt hatten wie im Vorjahr die Kantonalbanken (40,4%), gefolgt von den Grossbanken (22,7%).

ENTWICKLUNGEN IM JAHR 2026

Anstieg der Bilanz­summe im ersten Halbjahr 2026

Mehr zu den Entwicklungen 2026

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Entwicklungen im Jahr 2025

Entwicklung der Bilanzen nach Bankengruppen


Aktiven


Entwicklung des inländischen Kreditgeschäfts


Passiven


Entwicklung der Bilanzen nach Bankengruppen

Die aggregierte Bilanzsumme aller Banken in der Schweiz nahm im Jahr 2025 leicht um 0,9 Prozent ab. Diese Abnahme ist aus­schliesslich durch die Abnahme der Bilanz­summe bei den Gross­­banken (–8,6%) be­gründet. Dem gegenüber steht ein Wachs­tum der Bilanzsumme bei allen anderen Banken­gruppen. Den stärksten Anstieg ver­zeichneten dabei die Privatbankiers (+15,8%) und die Raiffeisenbanken (+5,7%). Den grössten Anteil der aggre­gierten Bilanzsumme hielten mit 35,4 Prozent nach wie vor die Gross­banken, wobei ihr Anteil im Vergleich zu den Vor­jahren aufgrund des Rück­gangs im Jahr 2025 deutlich reduziert war (2022: 41,2%; 2023: 40,0%; 2024: 38,4%).

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Aktiven

Abbildung 11

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Die Hypothekarforderungen blieben mit einem Anteil von 39,6 Prozent die grösste Aktiv­position und legten erneut zu. Die grösste relative Zu­nahme verzeichneten die Finanz­­an­lagen mit 10,3 Prozent. Dem gegen­über stehen ins­besondere Abnahmen in den Forde­rungen aus Wert­papier­finan­zierungs­geschäften sowie den sonstigen Aktiven, was insgesamt zu einem leichten Rückgang der Aktiven führt.

Die in- und ausländischen Hypothekar­forderungen erhöhten sich 2025 gegen­über dem Vorjahr um CHF 35,1 Mrd., von CHF 1’229,1 Mrd. auf CHF 1’264,3 Mrd. Wie bereits im Vorjahr be­schleunigte sich das Wachstum mit einer Zunahme um 2,9 Prozent infolge des niedrigen Zins­niveaus leicht, blieb jedoch unter dem Niveau des Jahres 2022 (+3,5%). Mit einem Anteil von 39,6 Prozent blieben die Hypothekar­forde­rungen die mit Abstand bedeutendste Aktiv­­position der Banken in der Schweiz. Ihr ge­stiegener Anteil an den Aktiven ist auch darauf zurück­zuführen, dass die meisten übrigen Aktivpositionen nur geringfügig zu­nahmen oder rückläufig waren. Eine Aus­nahme bildeten die Finanz­anlagen, die mit einem Plus von 10,3 Prozent markt­bedingt den stärksten Anstieg aller Aktiv­positionen ver­zeichneten. Ausschlag­gebend hierfür war ins­besondere die Entwicklung der inländischen Finanzanlagen (+16,7 %), wobei auch die Finanz­anlagen im Aus­land zunahmen (+5,6 %). Die flüssigen Mittel gingen gegen­über dem Vorjahr lediglich um 1,4 Prozent zurück, nachdem sie 2024 noch um 12,9 Prozent gesunken waren. Da die Giro­guthaben der Banken bei der SNB einen wesentlichen Bestandteil der flüssigen Mittel ausmachen, ent­wickelt sich deren Bestand ähnlich: Während diese 2024 um 6,6 Prozent zurück­gingen, blieben sie 2025 mit einem Plus von 0,1 Prozent nahezu unverändert. Die Forderungen gegenüber Kundinnen und Kunden, sprich Kredite, blieben mit CHF 475,2 Mrd. auf dem Niveau des Vor­jahres. Die grössten Abnahmen ver­zeichneten die Forderungen aus Wert­­papier­finan­zierungsgeschäften mit 21,4 Prozent. Mit einem Wert von CHF 149,5 Mrd. lagen sie wieder auf einem ähnlichen Niveau wie 2023. Haupttreiber dieser Ent­wicklung war der Rück­gang bei den Gross­­banken, bei den übrigen Bankengruppen zeigt sich ein uneinheitliches Bild. Auch die Forderungen gegen­über Banken gingen 2025 zurück. Mit einer Abnahme von 5,2 Prozent fiel der Rückgang jedoch deutlich geringer aus als die Zunahme im Vorjahr (+13,9 %), sodass der Bestand mit CHF 201,8 Mrd. weiter­hin deutlich über dem Tiefstwert des Jahres 2023 lag. Ausschlag­gebend hierfür war vor allem der Rückgang der Forde­rungen gegen­über Banken im Ausland (–9,1 %), während die Forderungen gegenüber Banken im Inland lediglich um 2,0 Prozent abnahmen.

Zusammensetzung der Aktiven über die Zeit

Die Zusammensetzung der Aktiven hat sich in den letzten zehn Jahren deutlich ver­ändert. Zwischen 2015 und 2021 verzeich­neten die flüssigen Mittel einen starken Anstieg: Sie stiegen von CHF 468,9 Mrd. im Jahr 2015 auf CHF 760,6 Mrd. im Jahr 2021. Dieser Anstieg wurde durch mehrere Faktoren be­günstigt: Erstens führten die Interventionen der SNB zur Stärkung des Frankens, indem sie aus­ländische Devisen kaufte und somit die Franken­giro­konten der Gegenparteien erhöhte. Zweitens waren die Oppor­tunitäts­kosten der Liqui­ditäts­haltung auf­grund der niedrigen Zinsen gering, weshalb die Banken viel Liquidität auf den Giro­konten bei der SNB deponierten. Im Jahr 2022 nahmen die flüssigen Mittel infolge der gestiegenen Zinsen erst­mals deutlich ab (–29,8%). Im Jahr 2023 stabilisierten sie sich kurzfristig (+2,4%), verzeichneten im Jahr 2024 aber wieder einen deutlichen Rück­gang (–12,9%). Dieser Trend setzte sich im Jahr 2025 mit einem leichten Rückgang von 1,4 Prozent fort. Auch bei den Forderungen gegenüber Kundinnen und Kunden zeigte sich eine Trendwende. Während sich diese Position zwischen 2014 und 2021 mit leichten Schwankungen im Bereich zwischen CHF 573,3 Mrd. (2016) und CHF 652,9 Mrd. (2014) bewegte, sank sie in den Jahren 2022 und 2023 deutlich ab. Diese rück­läufige Entwicklung setzte sich auch 2024 fort, fiel jedoch mit einem Rückgang von 1,4 Prozent deutlich geringer aus als in den Vorjahren. Im Jahr 2025 blieben die Forderungen gegenüber Kunden konstant. Somit sanken die Forderungen gegenüber Kundinnen und Kunden von 2015 bis 2025 ins­gesamt um 20,0 Prozent. Die Forde­rungen gegen­­­über Banken machten 2015 gemessen an den Gesamt­aktiven 9,0 Prozent aus. Im Jahr 2025 betrug dieser An­teil nur noch 6,3 Prozent. Diese Reduk­tion ist darauf zurückzuführen, dass die Banken diese Bilanzposition bewusst ab­gebaut haben, um die Ver­flech­tungen mit anderen Instituten und damit das Gegen­parteirisiko zu reduzieren. Die inländischen und ausländischen Hypo­thekarforderungen nahmen zwischen 2015 und 2025 kontinuierlich zu, von CHF 943,3 Mrd. auf CHF 1’264,3 Mrd. Ihr Anteil an den gesamten Aktiven stieg von 31,2 Prozent Ende 2015 auf 39,6 Prozent Ende 2025. Das jahrelange niedrige Zins­niveau begünstigte einen Anstieg der Immo­bilien­käufe und -preise. Durch das erneut niedrige Zinsniveau im Jahr 2025 setzte sich dieser Trend auch weiter fort.

Entwicklung des inländischen Kreditgeschäfts

Das inländische Kreditvolumen wuchs im Jahr 2025 um rund 2,5 Prozent. Mit 87,1 Prozent sind die Hypo­thekar­forderungen, die vor allem auf private Haushalte ent­fallen, die mass­gebende Position im Schweizer Kredit­geschäft.

Das ausstehende inländische Kredit­volumen betrug im Jahr 2025 CHF 1’428,7 Mrd. (+2,5%). Es setzte sich aus gedeckten und unge­deckten Forderungen gegenüber Kundinnen und Kunden (CHF 183,9 Mrd., ein­schliesslich Unternehmen, öffentlichen Körper­schaften und Konsum­krediten) und Hypothekar­forde­rungen (CHF 1’244,8 Mrd.) zusammen. Das Wachstum des aus­stehenden inländischen Kredit­volumens liegt etwa im Durchschnitt der Entwick­lung der letzten fünf Jahre.

Abbildung 13

Blickt man auf die Hypothekarforderungen, so sieht man seit 2015 einen Anstieg um CHF 320,1 Mrd. Der Anteil am inländischen Kredit­volumen ist von 85,9 Prozent auf 87,1 Prozent ange­stiegen. Die gesamt­haft ausstehenden Hypothekarkredite erhöhten sich im Jahr 2025 um 2,9 Prozent auf CHF 1’264,3 Mrd. Die grosse Mehr­heit davon (CHF 1’244,8 Mrd.) stammte von in­ländischen Kundinnen und Kunden. Der An­teil der festverzinsten Hypothekar­kredite lag 2025 bei 73,7 Prozent, was gegenüber dem Vor­jahr einer Abnahme von 1,5 Prozent­punkten ent­spricht. Der durch­schnittliche Zinssatz der aus­stehenden inländischen Hypo­thekar­forderungen sank laut dem Bundesamt für Wohnungswesen im Jahr 2025 von 1,53 Prozent auf 1,32 Prozent. Nachdem die Zinsen im Zuge der Zins­wende in den Jahren 2023 und 2024 vor­übergehend gestiegen waren, gingen sie 2025 wieder auf ein Niveau zurück, das in etwa jenem von Anfang 2023 entspricht. Das niedrigere Zinsniveau führte zu einer erneuten Beschleunigung des Wachs­tums der Hypothekar­forde­rungen gegenüber den beiden Vorjahren. Im langfristigen Ver­gleich haben Hypo­thekar­forderungen mit einer Laufzeit von mehr als fünf Jahren an Bedeutung ver­loren. Ihr Anteil stieg zu­nächst von 25,5 Prozent im Jahr 2015 auf 27,1 Prozent im Jahr 2022. Im Zuge der Zins­er­höhungen und der zu­nehmenden Bedeutung variabler Neu­hypotheken ging er in den Jahren 2023 und 2024 jedoch deutlich zurück und lag 2024 bei 22,4 Prozent. Dieser Rück­gang setzte sich trotz des erneut tieferen Zinsniveaus auch 2025 fort; der Anteil sank auf 20,1 Prozent. Gemessen am Volumen wurden Ende 2025 64,1 Prozent aller neu abgeschlossenen Hypotheken durch private Haushalte ge­tätigt. Im Verlaufe des Jahres 2025 lag dieser Anteil grösstenteils deutlich höher und damit wieder auf einem Niveau von 66 Prozent, wie zuletzt in den Jahren vor 2023. Das Volumen selbstgenutzten Wohn­­eigentums privater Haushalte stieg bei neu abgeschlossenen Hypotheken um 7,3 Prozent an, während das Volumen vermieteter Wohnimmobilien von privaten Haushalten um 3,8 Prozent abnahm. Eben­falls sank das Volumen vermieteter Wohn­immobilien von Unternehmen um 19,4 Prozent. Der Marktanteil der Kantonalbanken am inländischen Hypothekar­kreditvolumen betrug Ende 2025 insgesamt 40,4 Prozent und nahm somit gegenüber dem Vorjahr leicht zu. Die Gross­banken folgten mit einem Anteil von 22,7 Prozent. In den ver­gangenen Jahren gewannen vor allem die Kantonalbanken und Raiffeisen­banken Marktanteile im inländischen Hypothekar­kreditmarkt, während die Grossbanken, Regionalbanken und Sparkassen An­teile verloren. 2025 setzte sich dieser Trend für die Gross-, Kantonal- und Raiffeisenbanken fort, während die Anteile der Regional­­banken und Sparkassen unverändert blieben. Dabei ver­zeichneten die Gross­banken einen Rückgang von 0,7 Prozent­punkten, während die Kantonal- und Raiffeisenbanken ihren Markt­anteil jeweils um 0,3 Prozent­punkte erhöhten. Aufgegliedert nach Belehnungsgruppen betrug im Jahr 2025 der Anteil der in­ländischen Hypo­thekar­forderungen im ersten Rang, d.h. von bis zu zwei Dritteln des Verkehrswerts, insgesamt 94,8 Prozent und somit 0,5 Prozent­punkte mehr als im Vorjahr. Dieser hohe Anteil deutet auf eine weiterhin vorsichtige Vergabepraxis im Bereich der Hypothekarkredite hin.

Abbildung 14

Abbildung 15

Passiven

Abbildung 16

Abbildung 17

Im Jahr 2025 machten Verpflich­tungen aus Kunden­ein­lagen über die Hälfte der Passiven aus. Dabei kam es gegen­­über dem Vorjahr zu einer deutlichen Verschiebung zwischen Termin- und Sicht­einlagen, sowie einem grossen An­stieg der Verpflich­tungen aus Handelsgeschäften (+35,3%), während die übrigen Passiv­positionen moderat zu- oder abnahmen.

Die Bilanzposition «Verpflichtung aus Kunden­einlagen», welche die Summe aus den Positionen «Sicht­einlagen», «Termin­einlagen» und «Übrige Ver­pflichtungen aus Kundeneinlagen» bildet, verzeichnete 2025 eine leichte Zunahme von CHF 6,1 Mrd. (+0,3%). Die Ver­pflichtungen aus Kunden­einlagen umfassten damit per Ende 2025 insgesamt 59,5 Prozent der Bilanzsumme. Dabei war innerhalb der Verpflichtungen aus Kundeneinlagen eine deutliche Ver­schiebung von Termin- zu Sichteinlagen zu erkennen. Während die Termin­einlagen um CHF 121,6 Mrd. (–23,5%) abnahmen, legten die Sicht­einlagen um CHF 122,4 Mrd. (+14,5%) zu und konnten somit die Abnahme aus den Termineinlagen voll­ständig kompensieren. Dies lässt sich durch eine ge­sunkene Attraktivität von Termin­ein­lagen aufgrund der erneuten Nullzins­politik der SNB, sowie durch eine erhöhte Attraktivität von Sichteinlagen in einem welt­politisch unsicheren Um­feld erklären. Der Anteil von inländischen Guthaben an den gesamten Sichtguthaben hat sich seit 2022 von 69,6 Prozent auf 76,0 Prozent erhöht. Die Verpflichtungen gegenüber Banken nahmen im Jahr 2025 um CHF 14,0 Mrd. ab (–3,5%), was haupt­sächlich auf die Ab­nahme der Verpflichtungen gegenüber Banken im Inland (–CHF 12,4 Mrd.) zurück­zuführen ist. Im Gegen­satz dazu nahmen die Verpflich­tungen gegenüber Banken im Ausland um rund CHF 1,6 Mrd. ab. Dabei war die Abnahme im Inland wie im Ausland mass­geblich von den Gross­banken (Inland: –CHF 8,3 Mrd., Ausland: –CHF 6,1 Mrd.) und von den Kantonalbanken (Inland: –CHF 3,0 Mrd., Ausland: –CHF 2,2 Mrd.) geprägt. Die dennoch nur moderate Abnahme der Ver­pflichtungen gegen­über Banken im Aus­land ist dabei ins­besondere auf eine Zu­nahme bei den Auslandsbanken (+CHF 5,1 Mrd.) zurückzuführen. Die Verpflichtungen aus dem Handels­geschäft verzeichneten 2025 den stärksten Anstieg aller Passiv­positionen. Sie erhöhten sich um CHF 11,2 Mrd. auf CHF 43,1 Mrd. Diese Entwicklung ist nahezu ausschliesslich auf die Grossbanken zurückzuführen und dürfte auf ein höheres Handels­volumen sowie Veränderungen in der Zu­sammen­setzung und Bewertung der Handels­be­stände zurück­zu­führen sein. Ebenfalls leicht zu nahmen die übrigen Ver­pflichtungen aus Kunden­einlagen (+1,0% auf CHF 535,3 Mrd.) sowie die Position «Anleihen, Pfandbriefe und Kassen­­obli­gationen» (+1,2% auf CHF 343,3 Mrd.). Letztere Entwicklung wurde insbesondere durch den Anstieg der in­ländischen An­leihen und Pfand­brief­darlehen um CHF 21,5 Mrd. geprägt, der den Rückgang der ent­sprech­enden Position im Ausland um CHF 16,6 Mrd. mehr als kompensierte. Der Rück­gang im Aus­land ist im Wesentlichen auf die Gross­banken zurück­­zuführen, da Anleihen und Pfand­brief­darlehen im Aus­land aus­schliesslich von dieser Banken­gruppe gehalten werden.

Zusammensetzung der Passiven über die Zeit

Der Anteil der Verpflichtungen gegenüber Banken stieg von 11,4 Prozent im Jahr 2015 auf 12,2 Prozent im Jahr 2025. Ins­gesamt haben die Verflech­tungen zwischen den Banken damit im Zehn­­jahresvergleich leicht zuge­nommen, wobei die Entwicklung im Zeit­verlauf erheblichen Schwankungen unterlag. Nach­dem sich die Sicht­einlagen 2023 wieder auf einem Niveau wie vor der Covid-19-Pandemie eingependelt hatten, nahmen sie 2025 deutlich zu. Ausschlag­gebend hierfür war insbesondere das ge­sunkene Zins­niveau, das zu einer Umschich­tung von Termin- und Festgeldern in Sichteinlagen führte. Mit einem Bestand von CHF 965,9 Mrd. er­reichten die Sicht­­einlagen – unter Ausklammerung der ausser­gewöhnlich hohen Bestände während der Covid-19-Pandemie – den höchsten Wert seit 2015. Wie bereits im Vorjahr blieben sie mit einem Anteil von 30,3 Prozent die grösste Passivposition. Der Anteil der Termineinlagen belief sich 2025 auf 12,4 Prozent, nachdem er im Vorjahr noch 16,1 Prozent betragen hatte. Trotz dieses deutlichen Rückgangs lag er weiterhin mehr als doppelt so hoch wie im Jahr 2015 (6,0 %). In den Jahren da­zwischen bewegte sich der Anteil der Termin­einlagen meist deutlich unter 10 Prozent. Im langjährigen Vergleich zeigt sich ein enger Zusammenhang mit dem Zins­umfeld. Im Niedrigzinsumfeld verloren Termineinlagen gegenüber Sichteinlagen an Attraktivität, sodass Gelder vermehrt in Sichteinlagen umgeschichtet wurden. Mit der Zinswende ab 2022 kehrte sich dieser Trend um: Der Anstieg der Zinsen führte zu einer verstärkten Umschichtung von Sicht­einlagen in Termin­einlagen. Nachdem die Zinsen 2025 wieder deutlich gesunken waren, setzte erneut eine gegen­läufige Ent­wicklung ein. Die Termin­­einlagen gingen um 23,5 Prozent zurück, da Einlagen wieder vermehrt in Sichteinlagen umge­schichtet wurden.

Anstieg der Bilanzsumme im ersten Halbjahr 2026

Die aggregierte Bilanzsumme der Schweizer Banken stieg im ersten Halb­jahr 2026 an. Auf der Aktivseite stiegen Finanzanlagen, Forderungen gegen­über Banken und Forderungen aus Wertpapier­finanzierungs­ge­schäften deutlich an, während flüssige Mittel, Handelsbestände und Hypo­thekarforderungen weitgehend stabil blieben. Auf der Passiv­seite ver­zeich­­neten alle Positionen einen Anstieg.

Die aggregierte Bilanzsumme der Banken in der Schweiz erhöhte sich in den ersten fünf Monaten des Jahres 2026 um 3,4 Prozent auf CHF 3’412,6 Mrd. Wachstums­treiber waren nahezu alle Aktiv­positionen; einzig die flüssigen Mittel und die Hypo­thekar­forde­rungen gingen leicht zurück. Den stärksten Zuwachs verzeichneten die Forderungen gegenüber Banken, die um 12,7 Prozent zu­nahmen und damit den Rück­gang des Vorjahres vollständig wett­machten. Ebenfalls deutlich erholten sich die Forderungen aus Wert­papier­finan­zierungs­geschäften. Nachdem sie im Vor­jahr auf einen im Vergleich zu den Vorjahren unterdurchschnittlichen Stand gesunken waren, stiegen sie in den ersten fünf Monaten 2026 um 7,1 Prozent auf CHF 173,6 Mrd. und erreichten damit wieder das durchschnittliche Niveau der Jahre 2015 bis 2025. Positiv entwickelten sich zudem die Forderungen gegenüber Kundinnen und Kunden, die um 8,6 Prozent zunahmen. Auch die Finanzanlagen, die Handelsbestände in Wert­schriften und Edelmetallen sowie die übrigen Aktiv­positionen legten mit Zu­wächsen zwischen 0,9 und 5,1 Prozent moderat zu. Dem­gegen­über gingen lediglich die flüssigen Mittel und die Hypo­­thekar­forderungen leicht zurück. Mit 0,4 be­ziehungs­weise 0,3 Prozent fielen die Rückgänge jedoch gering aus.

Auch auf der Passivseite verzeichneten alle Positionen einen Zuwachs. Am stärksten stiegen die Verpflichtungen aus Handels­geschäften, die in den ersten fünf Monaten des Jahres 2026 um 10,8 Prozent zu­nahmen. Damit setzte sich die Entwicklung des Vorjahres fort. Ebenfalls deutlich erhöhten sich die Verpflichtungen gegen­über Banken mit einem Plus von 9,0 Prozent. Auch die sonstigen Passiven nahmen zu. Den geringsten Zuwachs ver­zeich­neten die Verpflichtungen aus Kunden­einlagen, die um 0,5 Prozent stiegen. Hinter dieser moderaten Ent­wicklung standen gegenläufige Verän­derungen im In- und Ausland: Während die Einlagen inländischer Kundinnen und Kunden um 1,7 Prozent zunahmen, gingen jene ausländischer Kundinnen und Kunden um 2,8 Prozent zurück. Bei den Sicht- und Termineinlagen setzte sich im ersten Halbjahr 2026 die Um­schich­tung aus dem Vorjahr fort, weg von Termin- und hin zu Sichteinlagen. Dieser Trend spiegelt die fort­laufende Nullzins­politik der SNB wider. Dabei legten die Sicht­ein­lagen um 3,9 Prozent zu, womit sich der Wert im Mai auf CHF 1’017,3 Mrd. belief. Zeitgleich sanken die Termineinlagen um 6,4 Prozent auf einen Wert von CHF 380,0 Mrd. Zusammengenommen führte dies zu einem leichten Anstieg der Kunden­ein­lagen um 0,9 Prozent.