Bilanzgeschäft
Die aggregierte Bilanzsumme aller Banken in der Schweiz hat im Jahr 2025 um 0,9 Prozent abgenommen. Der Abnahme der Bilanzsumme bei den Grossbanken steht eine Zunahme bei allen anderen Bankengruppen gegenüber.
Nach dem Anstieg im Vorjahr verzeichnete die Bilanzsumme der Banken in der Schweiz im Jahr 2025 wieder einen leichten Rückgang. Sie sank um 0,9 Prozent beziehungsweise CHF 27,8 Mrd. auf CHF 3’191,3 Mrd. Auf der Aktivseite nahmen die Hypothekarforderungen weiterhin die mit Abstand grösste Position ein. Die Aktivpositionen entwickelten sich gegenüber dem Vorjahr heterogen. Die Zunahmen reichten von 0,7 Prozent bei den Handelsbeständen in Wertschriften und Edelmetallen bis zu 10,3 Prozent bei den Finanzanlagen. Demgegenüber bewegten sich die Rückgänge zwischen 1,4 Prozent bei den flüssigen Mitteln und 21,4 Prozent bei den Forderungen aus Wertpapierfinanzierungsgeschäften. Die Forderungen gegenüber Kunden blieben gegenüber dem Vorjahr unverändert. Auf der Passivseite kam es zu einer Umschichtung von Termin- zu Sichteinlagen, während die Termineinlagen um 23,5 Prozent abnahmen, legten die Sichteinlagen um 14,5 Prozent zu. Dies ist vor allem auf die Nullzinspolitik und hohe geopolitische Unsicherheit zurückzuführen, da Termineinlagen in diesem Umfeld gegenüber Sichteinlagen an Attraktivität verlieren. Insgesamt nahmen die Verpflichtungen aus Kundeneinlagen leicht um 0,3 Prozent zu. Wie bereits im Vorjahr war bei den Grossbanken ein deutlicher Rückgang der Bilanzsumme zu beobachten, der die Entwicklung der gesamten Bilanzsumme massgeblich prägte. Demgegenüber konnten alle übrigen Bankengruppen ihre Bilanzsumme ausweiten. Den stärksten Zuwachs verzeichneten die Privatbankiers mit einem Plus von 15,8 Prozent. Das inländische Kreditvolumen ist erneut leicht angestiegen (+2,5%). Verantwortlich dafür waren insbesondere die inländischen Hypothekarforderungen, die um 3,0 Prozent auf einen neuen Höchstwert von CHF 1’244,8 Mrd. gestiegen sind. Die übrigen Kredite, bestehend aus ungedeckten und gedeckten Forderungen, gingen hingegen leicht um 0,8 Prozent zurück. Den grössten Anteil am inländischen Hypothekarmarkt hatten wie im Vorjahr die Kantonalbanken (40,4%), gefolgt von den Grossbanken (22,7%).

ENTWICKLUNGEN IM JAHR 2026
Anstieg der Bilanzsumme im ersten Halbjahr 2026
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Entwicklungen im Jahr 2025
Entwicklung der Bilanzen nach Bankengruppen
Die aggregierte Bilanzsumme aller Banken in der Schweiz nahm im Jahr 2025 leicht um 0,9 Prozent ab. Diese Abnahme ist ausschliesslich durch die Abnahme der Bilanzsumme bei den Grossbanken (–8,6%) begründet. Dem gegenüber steht ein Wachstum der Bilanzsumme bei allen anderen Bankengruppen. Den stärksten Anstieg verzeichneten dabei die Privatbankiers (+15,8%) und die Raiffeisenbanken (+5,7%). Den grössten Anteil der aggregierten Bilanzsumme hielten mit 35,4 Prozent nach wie vor die Grossbanken, wobei ihr Anteil im Vergleich zu den Vorjahren aufgrund des Rückgangs im Jahr 2025 deutlich reduziert war (2022: 41,2%; 2023: 40,0%; 2024: 38,4%).
Abbildung 10
Aktiven
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Die Hypothekarforderungen blieben mit einem Anteil von 39,6 Prozent die grösste Aktivposition und legten erneut zu. Die grösste relative Zunahme verzeichneten die Finanzanlagen mit 10,3 Prozent. Dem gegenüber stehen insbesondere Abnahmen in den Forderungen aus Wertpapierfinanzierungsgeschäften sowie den sonstigen Aktiven, was insgesamt zu einem leichten Rückgang der Aktiven führt.
Die in- und ausländischen Hypothekarforderungen erhöhten sich 2025 gegenüber dem Vorjahr um CHF 35,1 Mrd., von CHF 1’229,1 Mrd. auf CHF 1’264,3 Mrd. Wie bereits im Vorjahr beschleunigte sich das Wachstum mit einer Zunahme um 2,9 Prozent infolge des niedrigen Zinsniveaus leicht, blieb jedoch unter dem Niveau des Jahres 2022 (+3,5%). Mit einem Anteil von 39,6 Prozent blieben die Hypothekarforderungen die mit Abstand bedeutendste Aktivposition der Banken in der Schweiz. Ihr gestiegener Anteil an den Aktiven ist auch darauf zurückzuführen, dass die meisten übrigen Aktivpositionen nur geringfügig zunahmen oder rückläufig waren. Eine Ausnahme bildeten die Finanzanlagen, die mit einem Plus von 10,3 Prozent marktbedingt den stärksten Anstieg aller Aktivpositionen verzeichneten. Ausschlaggebend hierfür war insbesondere die Entwicklung der inländischen Finanzanlagen (+16,7 %), wobei auch die Finanzanlagen im Ausland zunahmen (+5,6 %). Die flüssigen Mittel gingen gegenüber dem Vorjahr lediglich um 1,4 Prozent zurück, nachdem sie 2024 noch um 12,9 Prozent gesunken waren. Da die Giroguthaben der Banken bei der SNB einen wesentlichen Bestandteil der flüssigen Mittel ausmachen, entwickelt sich deren Bestand ähnlich: Während diese 2024 um 6,6 Prozent zurückgingen, blieben sie 2025 mit einem Plus von 0,1 Prozent nahezu unverändert. Die Forderungen gegenüber Kundinnen und Kunden, sprich Kredite, blieben mit CHF 475,2 Mrd. auf dem Niveau des Vorjahres. Die grössten Abnahmen verzeichneten die Forderungen aus Wertpapierfinanzierungsgeschäften mit 21,4 Prozent. Mit einem Wert von CHF 149,5 Mrd. lagen sie wieder auf einem ähnlichen Niveau wie 2023. Haupttreiber dieser Entwicklung war der Rückgang bei den Grossbanken, bei den übrigen Bankengruppen zeigt sich ein uneinheitliches Bild. Auch die Forderungen gegenüber Banken gingen 2025 zurück. Mit einer Abnahme von 5,2 Prozent fiel der Rückgang jedoch deutlich geringer aus als die Zunahme im Vorjahr (+13,9 %), sodass der Bestand mit CHF 201,8 Mrd. weiterhin deutlich über dem Tiefstwert des Jahres 2023 lag. Ausschlaggebend hierfür war vor allem der Rückgang der Forderungen gegenüber Banken im Ausland (–9,1 %), während die Forderungen gegenüber Banken im Inland lediglich um 2,0 Prozent abnahmen.
Zusammensetzung der Aktiven über die Zeit
Die Zusammensetzung der Aktiven hat sich in den letzten zehn Jahren deutlich verändert. Zwischen 2015 und 2021 verzeichneten die flüssigen Mittel einen starken Anstieg: Sie stiegen von CHF 468,9 Mrd. im Jahr 2015 auf CHF 760,6 Mrd. im Jahr 2021. Dieser Anstieg wurde durch mehrere Faktoren begünstigt: Erstens führten die Interventionen der SNB zur Stärkung des Frankens, indem sie ausländische Devisen kaufte und somit die Frankengirokonten der Gegenparteien erhöhte. Zweitens waren die Opportunitätskosten der Liquiditätshaltung aufgrund der niedrigen Zinsen gering, weshalb die Banken viel Liquidität auf den Girokonten bei der SNB deponierten. Im Jahr 2022 nahmen die flüssigen Mittel infolge der gestiegenen Zinsen erstmals deutlich ab (–29,8%). Im Jahr 2023 stabilisierten sie sich kurzfristig (+2,4%), verzeichneten im Jahr 2024 aber wieder einen deutlichen Rückgang (–12,9%). Dieser Trend setzte sich im Jahr 2025 mit einem leichten Rückgang von 1,4 Prozent fort. Auch bei den Forderungen gegenüber Kundinnen und Kunden zeigte sich eine Trendwende. Während sich diese Position zwischen 2014 und 2021 mit leichten Schwankungen im Bereich zwischen CHF 573,3 Mrd. (2016) und CHF 652,9 Mrd. (2014) bewegte, sank sie in den Jahren 2022 und 2023 deutlich ab. Diese rückläufige Entwicklung setzte sich auch 2024 fort, fiel jedoch mit einem Rückgang von 1,4 Prozent deutlich geringer aus als in den Vorjahren. Im Jahr 2025 blieben die Forderungen gegenüber Kunden konstant. Somit sanken die Forderungen gegenüber Kundinnen und Kunden von 2015 bis 2025 insgesamt um 20,0 Prozent. Die Forderungen gegenüber Banken machten 2015 gemessen an den Gesamtaktiven 9,0 Prozent aus. Im Jahr 2025 betrug dieser Anteil nur noch 6,3 Prozent. Diese Reduktion ist darauf zurückzuführen, dass die Banken diese Bilanzposition bewusst abgebaut haben, um die Verflechtungen mit anderen Instituten und damit das Gegenparteirisiko zu reduzieren. Die inländischen und ausländischen Hypothekarforderungen nahmen zwischen 2015 und 2025 kontinuierlich zu, von CHF 943,3 Mrd. auf CHF 1’264,3 Mrd. Ihr Anteil an den gesamten Aktiven stieg von 31,2 Prozent Ende 2015 auf 39,6 Prozent Ende 2025. Das jahrelange niedrige Zinsniveau begünstigte einen Anstieg der Immobilienkäufe und -preise. Durch das erneut niedrige Zinsniveau im Jahr 2025 setzte sich dieser Trend auch weiter fort.
Entwicklung des inländischen Kreditgeschäfts
Das inländische Kreditvolumen wuchs im Jahr 2025 um rund 2,5 Prozent. Mit 87,1 Prozent sind die Hypothekarforderungen, die vor allem auf private Haushalte entfallen, die massgebende Position im Schweizer Kreditgeschäft.
Das ausstehende inländische Kreditvolumen betrug im Jahr 2025 CHF 1’428,7 Mrd. (+2,5%). Es setzte sich aus gedeckten und ungedeckten Forderungen gegenüber Kundinnen und Kunden (CHF 183,9 Mrd., einschliesslich Unternehmen, öffentlichen Körperschaften und Konsumkrediten) und Hypothekarforderungen (CHF 1’244,8 Mrd.) zusammen. Das Wachstum des ausstehenden inländischen Kreditvolumens liegt etwa im Durchschnitt der Entwicklung der letzten fünf Jahre.
Abbildung 13
Blickt man auf die Hypothekarforderungen, so sieht man seit 2015 einen Anstieg um CHF 320,1 Mrd. Der Anteil am inländischen Kreditvolumen ist von 85,9 Prozent auf 87,1 Prozent angestiegen. Die gesamthaft ausstehenden Hypothekarkredite erhöhten sich im Jahr 2025 um 2,9 Prozent auf CHF 1’264,3 Mrd. Die grosse Mehrheit davon (CHF 1’244,8 Mrd.) stammte von inländischen Kundinnen und Kunden. Der Anteil der festverzinsten Hypothekarkredite lag 2025 bei 73,7 Prozent, was gegenüber dem Vorjahr einer Abnahme von 1,5 Prozentpunkten entspricht. Der durchschnittliche Zinssatz der ausstehenden inländischen Hypothekarforderungen sank laut dem Bundesamt für Wohnungswesen im Jahr 2025 von 1,53 Prozent auf 1,32 Prozent. Nachdem die Zinsen im Zuge der Zinswende in den Jahren 2023 und 2024 vorübergehend gestiegen waren, gingen sie 2025 wieder auf ein Niveau zurück, das in etwa jenem von Anfang 2023 entspricht. Das niedrigere Zinsniveau führte zu einer erneuten Beschleunigung des Wachstums der Hypothekarforderungen gegenüber den beiden Vorjahren. Im langfristigen Vergleich haben Hypothekarforderungen mit einer Laufzeit von mehr als fünf Jahren an Bedeutung verloren. Ihr Anteil stieg zunächst von 25,5 Prozent im Jahr 2015 auf 27,1 Prozent im Jahr 2022. Im Zuge der Zinserhöhungen und der zunehmenden Bedeutung variabler Neuhypotheken ging er in den Jahren 2023 und 2024 jedoch deutlich zurück und lag 2024 bei 22,4 Prozent. Dieser Rückgang setzte sich trotz des erneut tieferen Zinsniveaus auch 2025 fort; der Anteil sank auf 20,1 Prozent. Gemessen am Volumen wurden Ende 2025 64,1 Prozent aller neu abgeschlossenen Hypotheken durch private Haushalte getätigt. Im Verlaufe des Jahres 2025 lag dieser Anteil grösstenteils deutlich höher und damit wieder auf einem Niveau von 66 Prozent, wie zuletzt in den Jahren vor 2023. Das Volumen selbstgenutzten Wohneigentums privater Haushalte stieg bei neu abgeschlossenen Hypotheken um 7,3 Prozent an, während das Volumen vermieteter Wohnimmobilien von privaten Haushalten um 3,8 Prozent abnahm. Ebenfalls sank das Volumen vermieteter Wohnimmobilien von Unternehmen um 19,4 Prozent. Der Marktanteil der Kantonalbanken am inländischen Hypothekarkreditvolumen betrug Ende 2025 insgesamt 40,4 Prozent und nahm somit gegenüber dem Vorjahr leicht zu. Die Grossbanken folgten mit einem Anteil von 22,7 Prozent. In den vergangenen Jahren gewannen vor allem die Kantonalbanken und Raiffeisenbanken Marktanteile im inländischen Hypothekarkreditmarkt, während die Grossbanken, Regionalbanken und Sparkassen Anteile verloren. 2025 setzte sich dieser Trend für die Gross-, Kantonal- und Raiffeisenbanken fort, während die Anteile der Regionalbanken und Sparkassen unverändert blieben. Dabei verzeichneten die Grossbanken einen Rückgang von 0,7 Prozentpunkten, während die Kantonal- und Raiffeisenbanken ihren Marktanteil jeweils um 0,3 Prozentpunkte erhöhten. Aufgegliedert nach Belehnungsgruppen betrug im Jahr 2025 der Anteil der inländischen Hypothekarforderungen im ersten Rang, d.h. von bis zu zwei Dritteln des Verkehrswerts, insgesamt 94,8 Prozent und somit 0,5 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Dieser hohe Anteil deutet auf eine weiterhin vorsichtige Vergabepraxis im Bereich der Hypothekarkredite hin.
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Passiven
Abbildung 16
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Im Jahr 2025 machten Verpflichtungen aus Kundeneinlagen über die Hälfte der Passiven aus. Dabei kam es gegenüber dem Vorjahr zu einer deutlichen Verschiebung zwischen Termin- und Sichteinlagen, sowie einem grossen Anstieg der Verpflichtungen aus Handelsgeschäften (+35,3%), während die übrigen Passivpositionen moderat zu- oder abnahmen.
Die Bilanzposition «Verpflichtung aus Kundeneinlagen», welche die Summe aus den Positionen «Sichteinlagen», «Termineinlagen» und «Übrige Verpflichtungen aus Kundeneinlagen» bildet, verzeichnete 2025 eine leichte Zunahme von CHF 6,1 Mrd. (+0,3%). Die Verpflichtungen aus Kundeneinlagen umfassten damit per Ende 2025 insgesamt 59,5 Prozent der Bilanzsumme. Dabei war innerhalb der Verpflichtungen aus Kundeneinlagen eine deutliche Verschiebung von Termin- zu Sichteinlagen zu erkennen. Während die Termineinlagen um CHF 121,6 Mrd. (–23,5%) abnahmen, legten die Sichteinlagen um CHF 122,4 Mrd. (+14,5%) zu und konnten somit die Abnahme aus den Termineinlagen vollständig kompensieren. Dies lässt sich durch eine gesunkene Attraktivität von Termineinlagen aufgrund der erneuten Nullzinspolitik der SNB, sowie durch eine erhöhte Attraktivität von Sichteinlagen in einem weltpolitisch unsicheren Umfeld erklären. Der Anteil von inländischen Guthaben an den gesamten Sichtguthaben hat sich seit 2022 von 69,6 Prozent auf 76,0 Prozent erhöht. Die Verpflichtungen gegenüber Banken nahmen im Jahr 2025 um CHF 14,0 Mrd. ab (–3,5%), was hauptsächlich auf die Abnahme der Verpflichtungen gegenüber Banken im Inland (–CHF 12,4 Mrd.) zurückzuführen ist. Im Gegensatz dazu nahmen die Verpflichtungen gegenüber Banken im Ausland um rund CHF 1,6 Mrd. ab. Dabei war die Abnahme im Inland wie im Ausland massgeblich von den Grossbanken (Inland: –CHF 8,3 Mrd., Ausland: –CHF 6,1 Mrd.) und von den Kantonalbanken (Inland: –CHF 3,0 Mrd., Ausland: –CHF 2,2 Mrd.) geprägt. Die dennoch nur moderate Abnahme der Verpflichtungen gegenüber Banken im Ausland ist dabei insbesondere auf eine Zunahme bei den Auslandsbanken (+CHF 5,1 Mrd.) zurückzuführen. Die Verpflichtungen aus dem Handelsgeschäft verzeichneten 2025 den stärksten Anstieg aller Passivpositionen. Sie erhöhten sich um CHF 11,2 Mrd. auf CHF 43,1 Mrd. Diese Entwicklung ist nahezu ausschliesslich auf die Grossbanken zurückzuführen und dürfte auf ein höheres Handelsvolumen sowie Veränderungen in der Zusammensetzung und Bewertung der Handelsbestände zurückzuführen sein. Ebenfalls leicht zu nahmen die übrigen Verpflichtungen aus Kundeneinlagen (+1,0% auf CHF 535,3 Mrd.) sowie die Position «Anleihen, Pfandbriefe und Kassenobligationen» (+1,2% auf CHF 343,3 Mrd.). Letztere Entwicklung wurde insbesondere durch den Anstieg der inländischen Anleihen und Pfandbriefdarlehen um CHF 21,5 Mrd. geprägt, der den Rückgang der entsprechenden Position im Ausland um CHF 16,6 Mrd. mehr als kompensierte. Der Rückgang im Ausland ist im Wesentlichen auf die Grossbanken zurückzuführen, da Anleihen und Pfandbriefdarlehen im Ausland ausschliesslich von dieser Bankengruppe gehalten werden.
Zusammensetzung der Passiven über die Zeit
Der Anteil der Verpflichtungen gegenüber Banken stieg von 11,4 Prozent im Jahr 2015 auf 12,2 Prozent im Jahr 2025. Insgesamt haben die Verflechtungen zwischen den Banken damit im Zehnjahresvergleich leicht zugenommen, wobei die Entwicklung im Zeitverlauf erheblichen Schwankungen unterlag. Nachdem sich die Sichteinlagen 2023 wieder auf einem Niveau wie vor der Covid-19-Pandemie eingependelt hatten, nahmen sie 2025 deutlich zu. Ausschlaggebend hierfür war insbesondere das gesunkene Zinsniveau, das zu einer Umschichtung von Termin- und Festgeldern in Sichteinlagen führte. Mit einem Bestand von CHF 965,9 Mrd. erreichten die Sichteinlagen – unter Ausklammerung der aussergewöhnlich hohen Bestände während der Covid-19-Pandemie – den höchsten Wert seit 2015. Wie bereits im Vorjahr blieben sie mit einem Anteil von 30,3 Prozent die grösste Passivposition. Der Anteil der Termineinlagen belief sich 2025 auf 12,4 Prozent, nachdem er im Vorjahr noch 16,1 Prozent betragen hatte. Trotz dieses deutlichen Rückgangs lag er weiterhin mehr als doppelt so hoch wie im Jahr 2015 (6,0 %). In den Jahren dazwischen bewegte sich der Anteil der Termineinlagen meist deutlich unter 10 Prozent. Im langjährigen Vergleich zeigt sich ein enger Zusammenhang mit dem Zinsumfeld. Im Niedrigzinsumfeld verloren Termineinlagen gegenüber Sichteinlagen an Attraktivität, sodass Gelder vermehrt in Sichteinlagen umgeschichtet wurden. Mit der Zinswende ab 2022 kehrte sich dieser Trend um: Der Anstieg der Zinsen führte zu einer verstärkten Umschichtung von Sichteinlagen in Termineinlagen. Nachdem die Zinsen 2025 wieder deutlich gesunken waren, setzte erneut eine gegenläufige Entwicklung ein. Die Termineinlagen gingen um 23,5 Prozent zurück, da Einlagen wieder vermehrt in Sichteinlagen umgeschichtet wurden.
Anstieg der Bilanzsumme im ersten Halbjahr 2026
Die aggregierte Bilanzsumme der Schweizer Banken stieg im ersten Halbjahr 2026 an. Auf der Aktivseite stiegen Finanzanlagen, Forderungen gegenüber Banken und Forderungen aus Wertpapierfinanzierungsgeschäften deutlich an, während flüssige Mittel, Handelsbestände und Hypothekarforderungen weitgehend stabil blieben. Auf der Passivseite verzeichneten alle Positionen einen Anstieg.
Die aggregierte Bilanzsumme der Banken in der Schweiz erhöhte sich in den ersten fünf Monaten des Jahres 2026 um 3,4 Prozent auf CHF 3’412,6 Mrd. Wachstumstreiber waren nahezu alle Aktivpositionen; einzig die flüssigen Mittel und die Hypothekarforderungen gingen leicht zurück. Den stärksten Zuwachs verzeichneten die Forderungen gegenüber Banken, die um 12,7 Prozent zunahmen und damit den Rückgang des Vorjahres vollständig wettmachten. Ebenfalls deutlich erholten sich die Forderungen aus Wertpapierfinanzierungsgeschäften. Nachdem sie im Vorjahr auf einen im Vergleich zu den Vorjahren unterdurchschnittlichen Stand gesunken waren, stiegen sie in den ersten fünf Monaten 2026 um 7,1 Prozent auf CHF 173,6 Mrd. und erreichten damit wieder das durchschnittliche Niveau der Jahre 2015 bis 2025. Positiv entwickelten sich zudem die Forderungen gegenüber Kundinnen und Kunden, die um 8,6 Prozent zunahmen. Auch die Finanzanlagen, die Handelsbestände in Wertschriften und Edelmetallen sowie die übrigen Aktivpositionen legten mit Zuwächsen zwischen 0,9 und 5,1 Prozent moderat zu. Demgegenüber gingen lediglich die flüssigen Mittel und die Hypothekarforderungen leicht zurück. Mit 0,4 beziehungsweise 0,3 Prozent fielen die Rückgänge jedoch gering aus.
Auch auf der Passivseite verzeichneten alle Positionen einen Zuwachs. Am stärksten stiegen die Verpflichtungen aus Handelsgeschäften, die in den ersten fünf Monaten des Jahres 2026 um 10,8 Prozent zunahmen. Damit setzte sich die Entwicklung des Vorjahres fort. Ebenfalls deutlich erhöhten sich die Verpflichtungen gegenüber Banken mit einem Plus von 9,0 Prozent. Auch die sonstigen Passiven nahmen zu. Den geringsten Zuwachs verzeichneten die Verpflichtungen aus Kundeneinlagen, die um 0,5 Prozent stiegen. Hinter dieser moderaten Entwicklung standen gegenläufige Veränderungen im In- und Ausland: Während die Einlagen inländischer Kundinnen und Kunden um 1,7 Prozent zunahmen, gingen jene ausländischer Kundinnen und Kunden um 2,8 Prozent zurück. Bei den Sicht- und Termineinlagen setzte sich im ersten Halbjahr 2026 die Umschichtung aus dem Vorjahr fort, weg von Termin- und hin zu Sichteinlagen. Dieser Trend spiegelt die fortlaufende Nullzinspolitik der SNB wider. Dabei legten die Sichteinlagen um 3,9 Prozent zu, womit sich der Wert im Mai auf CHF 1’017,3 Mrd. belief. Zeitgleich sanken die Termineinlagen um 6,4 Prozent auf einen Wert von CHF 380,0 Mrd. Zusammengenommen führte dies zu einem leichten Anstieg der Kundeneinlagen um 0,9 Prozent.