Beschäftigung bei den Banken der Schweiz
Ende 2024 beschäftigten die Banken in der Schweiz 94’347 Personen im Inland (in Vollzeitäquivalenten). Dies stellte einen Anstieg um 1’048 im Vergleich zum Vorjahr dar. Die Arbeitslosenquote im Finanzsektor lag mit 3,0 Prozent etwas über dem Schweizer Durchschnitt und erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr leicht.

ENTWICKLUNGEN IM JAHR 2025
Stabile Inlandsbeschäftigung der Banken in der Schweiz
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Entwicklungen im Jahr 2024
Die Anzahl der Beschäftigten im Bankensektor nahm weiter zu. Mit einem Wachstum von 1,1 Prozent lag die Zahl der Beschäftigten Ende 2024 bei 94’347. Die Arbeitslosenquote lag im Finanzsektor mit 3,0 Prozent minimal über dem Schweizer Durchschnitt.
Im Jahr 2024 beschäftigten die Banken im Inland 94’347 Personen (in Vollzeitäquivalenten). Die Anzahl der Stellen nahm im Vergleich zum Vorjahr um 1’048 zu (+1,1%). Damit stieg die Anzahl der Beschäftigten im Bankensektor im fünften Jahr in Folge und übertraf das Niveau von 2017, obwohl zuvor ein sukzessiver Rückgang beobachtet werden konnte. Im Dezember 2024 betrug die Arbeitslosenquote im Schweizer Finanzsektor gemäss dem Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) durchschnittlich 3,0 Prozent und lag knapp über dem Niveau der Gesamtwirtschaft. Insgesamt waren Ende 2024 3’500 registrierte Arbeitslose in der Bankenbranche verzeichnet, was einer Zunahme von 748 Arbeitslosen im Vergleich zum Vorjahr entsprach. Der Aufbau von 1’048 Stellen bestätigte die vorsichtig positive Prognose der letztjährigen Beschäftigungsumfrage der SBVg bei den Banken in der Schweiz. Etwas mehr als die Hälfte der befragten Banken rechnete mit einem stabilen Personalbestand, während etwa ein Drittel von einem zunehmenden Personalbestand ausging. Trotz der Erhöhung des Personalbestandes ging der Personalaufwand etwas zurück, wobei die Veränderung mit einem Rückgang von CHF 37,3 Mio. deutlich geringer ausfiel als in den Vorjahren. Bezüglich der Geschlechterverteilung unter den Bankangestellten blieb der Anteil der Mitarbeiterinnen gegenüber dem Vorjahr stabil und lag 2024 bei 38,6 Prozent (36’408 Vollzeitäquivalente). Im Vergleich zum Vorjahr kamen 581 neue Mitarbeiterinnen und 467 neue Mitarbeiter hinzu. Ein Blick auf die letzten zehn Jahre zeigt, dass sich der Anteil der Mitarbeiterinnen leicht erhöht hat, insgesamt jedoch stabil geblieben ist.
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Stabile Inlandsbeschäftigung der Banken in der Schweiz
Die Beschäftigungslage der Banken im Inland bleibt stabil: Der Personalbestand blieb im ersten Halbjahr 2025 nahezu unverändert (–0,1%). Die Abnahme des gesamten Personalbestands um 1,7 Prozent ist fast ausschliesslich auf den anhaltenden Personalabbau im Ausland zurückzuführen. Die Aussichten für den restlichen Jahresverlauf sind verhalten positiv.
Die Beschäftigung im Inland blieb laut der jährlichen Umfrage der SBVg zum Personalbestand der Banken zwischen Ende 2024 und Juni 2025 nahezu unverändert, mit einem leichten Rückgang von –0,1 Prozent beziehungsweise 93 Stellen. Im Ausland war der Personalbestand in diesem Zeitraum deutlich rückläufig. Zugängen von 2’860 Vollzeitäquivalenten standen 5’519 Abgänge gegenüber, was zu einem Rückgang des Personalbestands im Ausland um 3,3 Prozent führte. Der Personalabbau der Schweizer Banken im Ausland aus den vergangenen Jahren setzt sich somit fort. Ein wesentlicher Faktor war dabei die Übernahme der Credit Suisse durch die UBS, im Rahmen derer zahlreiche Doppelstrukturen abgebaut und internationale Einheiten zusammengeführt wurden.
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Einschätzungen für den weiteren Jahresverlauf positiv
96% der an der Umfrage teilnehmenden Institute sind optimistisch gestimmt und prognostizieren eine stabile oder sogar zunehmende Beschäftigungslage. Dabei rechnen mehr als 60 Prozent mit einem gleichbleibenden und etwa ein Drittel mit einem steigenden Personalbestand. In den vergangenen zehn Jahren war der Anteil der Banken, die mit einem Personalzuwachs rechnete, nur in zwei Jahren höher und in einem Jahr (2024) etwa auf dem gleichen Niveau. Nur etwa 4 Prozent der antwortenden Banken erwarten in der diesjährigen Umfrage einen abnehmenden Personalbestand. Dieser Anteil ist somit niedriger als im gesamten Zeitraum von 2014 bis 2024. Damit wird die Beschäftigungslage im langjährigen Vergleich als grundsätzlich optimistisch eingeschätzt. Der Arbeitsmarktindex für die Bankbranche bestätigt die Ergebnisse der Beschäftigungsumfrage der SBVg nur teilweise. Sowohl die Anzahl der offenen Stellen als auch die Zahl der registrierten Arbeitslosen zwischen dem ersten und zweiten Quartal 2025 sind geringfügig gesunken. Jedoch ist der Index für die Komponente «Beschäftigungserwartung» im zweiten Quartal 2025 erstmals seit Anfang 2021 wieder leicht negativ, trotz eines positiven Werts im ersten Quartal. Auch befindet sich die Zahl der Banken, die im kommenden Quartal neue Stellen schaffen wollen, das erste Mal seit vier Jahren leicht in der Minderheit. Gleichzeitig stieg der Anteil der Banken, die aufgrund des Fachkräftemangels Rekrutierungsschwierigkeiten melden und welcher im ersten Quartal 2025 auf 33% gesunken war. Im zweiten Quartal liegt dieser Anteil nun bei starken 40%, was auf Schwierigkeiten bei der Personalsuche hinweist.
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Keine wesentlichen Veränderungen in den einzelnen Geschäftsbereichen erwartet
Ergänzend zum allgemeinen Trend wurden die Banken auch zur erwarteten Arbeitsplatzentwicklung in den einzelnen Geschäftsbereichen befragt. Die Auswertung zeigt, dass in allen Bereichen – also im Retail Banking, Wealth Management, Institutionellen Asset Management, Handelsgeschäft und in der Logistik – überwiegend mit einer stabilen Personalentwicklung gerechnet wird. Die Mehrheit der Banken erwartet in diesen Sektoren einen gleichbleibenden Personalbestand. Folglich kristallisiert sich kein Bereich heraus, in welchem sich der übergeordnete Optimismus signifikant widerspiegelt. Die Umfrage macht deutlich, dass die Banken bei weitgehend stabilen Erwartungen in den Geschäftsbereichen insgesamt von einer stabilen bis positiven Entwicklung des Personalbestands ausgehen.
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Arbeitslosenquote im Finanzsektor nimmt im ersten Halbjahr 2025 leicht ab
Per Ende des Jahres 2024 lag die Arbeitslosenquote im Finanzsektor laut SECO mit 3,0 Prozent leicht über der Gesamtschweiz (2,8%). Im Verlauf des Jahres 2025 sank die Arbeitslosenquote im Finanzsektor minimal (Juni 2025: 2,9%), was der Entwicklung der Arbeitslosenquote auf gesamtschweizerischer Ebene entspricht (Juni 2025: 2,7%). Der Arbeitsmarktindex für die Bankbranche bestätigt diese Unterschiede zwischen der Bankenbranche und der Gesamtwirtschaft. Die leicht höhere Knappheit an Arbeitskräften in der Bankbranche bleibt im Vergleich zur Gesamtwirtschaft bestehen. Die Beschäftigungsstatistik des Bundes (BESTA) wies für das erste Quartal 2025 5’500 offene Stellen für den gesamten Finanzsektor aus. Diesen offenen Stellen stehen knapp 7’000 Arbeitssuchenden im Finanzsektor gegenüber.