Beschäftigung bei den Banken der Schweiz

Die Banken in der Schweiz beschäf­tigten per Ende 2020 89’942 Personen im Inland (in Vollzeit­äquivalenten) und damit 414 mehr als im Vorjahr. Die Arbeitslosenquote lag im Finanzsektor mit 3,3 Prozent leicht unter derjenigen der Gesamt­wirt­schaft. Die COVID-19-Pandemie führte zu einer leicht höheren Arbeits­­­losenquote als im Vorjahr, wobei der Bankenbereich weniger stark davon betroffen war als andere Branchen.

Entwicklungen im Jahr 2021

Positive Aussichten bei der Stellenentwicklung

Entwicklungen im Jahr 2020

Die Anzahl der Beschäftigten im Banken­sektor hat 2020 leicht zuge­nommen (+0,5%), nachdem seit 2010 ein sukzessiver Rückgang beobachtet werden konnte. Die Arbeitslosen­quote lag im Finanzsektor mit 3,3 Prozent leicht unter derjenigen der Gesamtwirtschaft.

Im Jahr 2020 beschäftigten die Banken im Inland 89’942 Personen (in Vollzeitäqui­valenten). Die Anzahl der Stellen nahm im Vergleich zum Vorjahr um 414 zu (+0,5%). Damit hat die Anzahl der Beschäftigten im Banken­sektor erstmals wieder leicht zugenommen, nachdem seit 2010 ein sukzessiver Rückgang beobachtet werden konnte. Es wird sich zeigen, ob der Trend zur Konsolidierung im Bankensektor abgeschlossen ist oder zukünftig weiter fortschreiten wird. Mit dem anhaltenden Niedrigzinsumfeld, den strengeren Regeln für die Kreditvergabe sowie neuen Eigen­kapital­anforderungen bleibt der Druck auf die Margen bestehen und das Umfeld für die Banken herausfordernd.

Im Dezember 2020 betrug die Arbeits­losenquote im Schweizer Finanz­sektor gemäss dem SECO durchschnittlich 3,3 Prozent. Sie liegt leicht unter der Zahl für die Gesamtwirtschaft von 3,5 Prozent. Insgesamt waren Ende 2020 insgesamt 4’337 registrierte Arbeitslose im Finanz­sektor zu ver­zeichnen, was einer Zunahme um 1’141 Arbeitslose im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Diese Entwicklung dürfte hauptsächlich auf die wirtschaft­lichen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie zurückzuführen sein.

Regionalbanken und Auslandbanken haben im Jahr 2020 rund 1’000 Stellen abgebaut, während die restlichen Bankengruppen insgesamt 1’414 Stellen aufgebaut haben. Der Rückgang bei den Regionalbanken und entsprechende Anstieg bei den Gross­banken geht dabei vor allem auf die Zusammen­führung der Neuen Aargauer Bank mit der Credit Suisse (Schweiz) AG zurück. Der Personalaufwand ist gegenüber dem Vorjahr um CHF 94 Mio. leicht gesunken.

Der Anteil der Mitarbeiterinnen hat gegen­über dem Vorjahr weiter zu­genommen und liegt 2020 bei 38,5 Prozent (34’602 Voll­zeit­äquivalente). Den höchsten Anteil an Mitarbeiterinnen weisen wie bereits in den Vorjahren die Raiffeisenbanken mit 45,1 und die Regionalbanken und Spar­kassen mit 44,6 Prozent aus.

Abbildung 21

Abbildung 22

Entwicklungen im Jahr 2021

Die Beschäftigtenlage sowie die Aussichten für den weiteren Jahres­­verlauf präsentieren sich positiv. Insgesamt hat der Personal­­bestand im ersten Halbjahr um rund ein Prozent zugenommen, wobei der Zuwachs im Ausland mit 1,8 Prozent stärker ausgefallen ist als im Inland (0,2%). Eine Fortsetzung dieser Entwicklung wird auch von einem Viertel der befragen Banken für das zweite Halbjahr 2021 erwartet.

Die Beschäftigung bei den Banken in der Schweiz erhöhte sich gemäss der Umfrage der SBVg zwischen Ende 2020 und Juni 2021 leicht um 0,2 Prozent respektive 146 Stellen. Der Personal­bestand im Ausland wurde in dieser Zeitperiode deutlich ausgebaut. Der Zuwachs lag bei 1,8 Prozent respektive einem Plus von 1’655 Stellen. Die detaillierten Ergebnisse der Zu- und Abgänge zeigen bei den Banken in der Schweiz in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres eine Zunahme der Beschäftigten im Inland von knapp 4’000 Stellen. Diesem Aufbau stand ein Arbeits­platzabbau von 3’848 Stellen gegenüber. Die Fluktuation (Zu- und Abgänge) ist im Ausland jedoch deutlich ausgeprägter als im Inland.

Abbildung 23

Deutlich optimistischere Einschätzung für den weiteren Jahresverlauf

Im Gegensatz zur Einschätzung der eigenen Arbeitsplatzentwicklung vor einem Jahr sind die befragen Banken für das zweite Halbjahr optimistischer. Ein Viertel der Befragten erwarten einen weiteren Arbeitsplatzaufbau bis Ende 2021 und nur knapp 10 Prozent gehen von einem Abbau der Beschäf­tigten aus. Somit hat sich der Anteil der Banken, die von einem Arbeits­platzaufbau ausgehen, im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt. Da die Umfrage­teilnehmer, die eine unveränderte oder höhere Beschäftigung erwarten, über 90 Prozent der befragten Banken darstellen, wird von einem mindestens gleich­bleibenden Beschäftigungssaldo in der zweiten Hälfte des Jahres 2021 aus­gegangen.

Abbildung 24

Minderheit der Banken erwartet eine rückläufige Beschäftigung

In den vergangenen Umfragen der SBVg zur Beschäftigungsentwicklung dominierte bei den Antworten in Bezug auf das eigene Institut jeweils die Kategorie «etwa gleich». Seit dem Jahr 2013 hat sich der Anteil der Banken, welche die eigene Arbeitsplatz­entwicklung negativ einschätzen – mit Ausnahme des Jahres 2019 – kontinuierlich verringert. Dieser Trend hat sich auch im laufenden Jahr fortgesetzt. Lediglich noch 9,5 Prozent der befragten Banken erwarten für ihr Institut im weiteren Jahresverlauf eine rückläufige Beschäftigung.

Abbildung 25

Erwarteter Arbeitsplatzaufbau in fast allen Geschäftsbereichen

Der Vergleich der Tendenzaussagen für die einzelnen Geschäftsbereiche gewichtet mit der jeweiligen Beschäftigten zeigt, dass in fast allen Geschäfts­bereichen die Aus­sichten tendenziell positiv eingeschätzt werden. Am positivsten wird die Arbeits­platzentwicklung im Geschäfts­bereich Logistik und Operations («Backoffice») beurteilt. Fast 30 Prozent erwarten in diesem Bereich einen Arbeitsplatzaufbau. Aber auch im Private Banking geht ein Fünftel von einem Arbeitsplatzaufbau aus und über alle Geschäfts­bereiche liegt der entsprechende Anteil bei 18 Prozent. Einzig im Geschäfts­bereich Institutionelles Asset Management und beim Handels­geschäft geht der überwiegende Teil der Befragten (Anteil von jeweils über 90%) von einer gleich­bleibenden Beschäftigungs­entwick­lung aus.

Abbildung 26

Zunahme der Arbeitslosenrate im Bankensektor

Pandemiebedingt lag die Arbeitslosen­quote Ende des Jahres 2020 sowohl in der Schweiz (3,5%) als auch im Finanzsektor (3,3%) deutlich über den Werten der vergangenen Jahre. Im Verlauf des Jahres 2021 konnte erfreulicherweise eine Beruhigung festgestellt werden. Per 30. Juni 2021 lag die Arbeitslosenquote im Finanzsektor 0,5 Prozentpunkte niedriger und bewegte sich mit 2,8 Prozent gleichauf mit dem gesamtschweizerischen Niveau.