Geschäftserfolg
Der aggregierte Geschäftserfolg der Banken in der Schweiz ging 2024 im Vergleich zum Vorjahr leicht zurück (–3,5%). Einer der Hauptgründe war ein starker Rückgang im für die Banken zentralen Zinsgeschäft. Entsprechend fiel auch der Jahresgewinn mit CHF 17,7 Mrd. (–31,7%) geringer aus.
Mit einer Abnahme von 3,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr summierte sich der Geschäftserfolg aller Banken in der Schweiz im Jahr 2024 auf CHF 69,8 Mrd. Dieser Rückgang war insbesondere auf die Abnahme des Geschäftserfolgs bei den Grossbanken (–7,8%) zurückzuführen. Nach Geschäftsbereich verzeichneten sowohl der Erfolg aus dem Handelsgeschäft (+38,%) als auch der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft (+3,0%) eine Zunahme, während der Erfolg aus dem Zinsgeschäft (–13,5%) sowie der übrige ordentliche Erfolg (–27,0%) zurückging. Der Erfolg aus dem Handelsgeschäft dürfte auf ein volatiles Börsenjahr 2024 zurückzuführen sein, der Rückgang der Zinsmarge und damit des Zinserfolgs hauptsächlich auf einen Anstieg des Zinsaufwands aufgrund höherer Refinanzierungskosten. Die leicht negative Entwicklung der Gesamtbranche ist unter den Gesichtspunkten der Einmaleffekte im Zusammenhang der Übernahme der Credit Suisse durch die UBS im Jahr 2023 zu werten. So war der Anteil der Grossbanken am aggregierten Geschäftserfolg erneut rückläufig (–1,9%), während alle anderen Bankengruppen ihre Anteile am Geschäftserfolg entweder gleich halten oder sogar ausbauen konnten.


ENTWICKLUNGEN IM JAHR 2025
Niedrige Inflation, Nullzinsen sowie handels- und geopolitische Spannungen prägen den Bankenplatz 2025
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Entwicklungen im Jahr 2024
Geschäftserfolg nach Geschäftsbereichen
Der aggregierte Geschäftserfolg setzt sich aus den Erfolgen aus dem Zinsgeschäft, dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft, dem Handelsgeschäft sowie dem übrigen ordentlichen Erfolg zusammen. Die Abnahme des aggregierten Geschäftserfolgs um 3,5 Prozent resultierte wesentlich aus einer Abnahme des Erfolgs aus dem Zinsgeschäft sowie einer Abnahme des übrigen ordentlichen Erfolgs.
Vor dem Hintergrund des tiefen Zinsumfeldes und der gesunkenen Zinsmarge stellte der Erfolg aus dem Zinsgeschäft mit 30,2 Prozent nicht mehr den grössten Anteil des Geschäftserfolgs dar. Erstmals entfiel der grösste Anteil mit 32,1 Prozent auf den Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft. Der starke Rückgang im Zinsgeschäft war auf eine Abnahme der Zinsmarge zurückzuführen. Während der Zinsertrag gegenüber dem Vorjahr insgesamt keine Veränderung aufzeigte, stieg der Zinsaufwand um CHF 3,3 Mrd. (+5,3%). Dies reflektiert die Auswirkungen der Leitzinserhöhung der SNB in den Jahren 2022 und 2023, welche die Refinanzierung der Banken, insbesondere durch eine höhere Verzinsung der Einlagen ihrer Kundinnen und Kunden, verteuert hat. Im Laufe des Jahres 2024 hat die SNB den Leitzins zwar wieder gesenkt, der Effekt auf die Refinanzierungskosten der Banken tritt aber erst verzögert ein. Zudem waren die Einlagen der Kundinnen und Kunden im Jahr 2024 insgesamt angestiegen (+5,3%), was auf die weiterhin attraktiven Zinsen im ersten Halbjahr 2024 zurückzuführen sein könnte. Den grössten Anstieg verzeichneten dabei die Börsen- und Grossbanken. Der übrige ordentliche Erfolg sank um CHF 4,1 Mrd. auf CHF 11.1 Mrd. (–15,9%). Die negative Entwicklung ist auf einen deutlich geringeren Beteiligungsertrag um CHF 3,9 Mrd. zurückzuführen. Der Rückgang dieser Position ist fast ausschliesslich auf die Grossbanken zurückzuführen, was auch einen signifikant negativen Einfluss auf den gesamten Geschäftserfolg dieser Bankengruppe hat.
Der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft stieg, anders als in den Vorjahren, leicht an (+3,0%). Dies entsprach einem Anstieg des Anteils am Geschäftserfolg von 30,1 Prozent auf 32,1 Prozent. Die Zunahme war auf gestiegene Kommissionserträge aus dem Wertpapier- und Anlagegeschäft und gesunkene Kommissionsaufwendungen zurückzuführen.
Die grösste relative Zunahme verzeichnete im Jahr 2024 der Erfolg im Handelsgeschäft. Dieser stieg auf einen Rekordwert von CHF 15,1 Mrd. Dies entsprach einer deutlichen Zunahme von 38,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Ein wesentlicher Grund für diesen Anstieg war die erhöhte Volatilität der Märkte im Verlauf des Jahres 2024.
Abbildung 8
Geschäftserfolg nach Bankengruppen
Abbildung 9
Gegenüber dem Vorjahr konnten die Privatbanken, die Börsenbanken und die übrigen Banken ihren aggregierten Geschäftserfolg ausbauen, während die anderen Bankengruppen einen Rückgang im Geschäftserfolg verzeichneten. Dieser Ausbau ging vor allem zu Lasten der Grossbanken, deren Geschäftserfolg mit 7,8 Prozent am stärksten abnahm: Ihr Anteil liegt neu bei 41,1 Prozent (–1,9%).
Im Vergleich zum Vorjahr verzeichneten die Kantonalbanken und die Börsenbanken die grösste Zunahme ihrer Anteile am Geschäftserfolg. Die Börsenbanken, welche von der Marktentwicklung profitierten, erhöhten ihren Anteil um 0,7 Prozentpunkte auf 15,1 Prozent, was einer Steigerung des Geschäftserfolg um CHF 143,04 Mio. entsprach. Dieser Anstieg wurde durch die Zunahme des Erfolgs aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft um CHF 631,1 Mio. (+12,7%) und die Zunahme des Erfolgs aus dem Handelsgeschäft um CHF 420 Mio. (+25,0%) getrieben. Am zweitstärksten erhöhten die Kantonalbanken ihren Anteil am Geschäftserfolg um 0,5 Prozentpunkte auf 16,2 Prozent, trotz eines Rückgangs ihres Geschäftserfolgs um CHF 59,8 Mio. (–0,5%). Der Zunahme des Erfolgs aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft (+7,3%) standen bei den Kantonalbanken rückläufige Erfolge im Zins- und Handelsgeschäft (–3,2% und –3,8%) gegenüber. Damit waren sie die einzige Bankengruppe, die einen Rückgang des Erfolgs aus dem Handelsgeschäft zu verzeichnen hatten.
Für alle anderen Bankengruppen ausser den Grossbanken bewegte sich der Zuwachs des Anteils am Geschäftserfolg zwischen 0,0 Prozent und 0,3 Prozent und war damit sehr gering. Ihren Anteil um 0,3 Prozent steigern konnten dabei die Auslands- und die Anderen Banken, die Regionalbanken und Sparkassen steigerten ihren Anteil um 0,1 Prozent. Die Raiffeisenbanken und die Privatbankiers hielten ihre Anteile am Geschäftserfolg, obwohl die Veränderung des Geschäftserfolgs bei den Raiffeisenbanken negativ (–3,8%) und bei den Privatbankiers positiv (+2,7%) ausfiel.
Die starke Zunahme des Erfolgs aus dem Handelsgeschäft und die deutliche Abnahme des Erfolgs aus dem Zinsgeschäft auf Branchenebene wurde stark von den Grossbanken getrieben. Beim Handelsgeschäft wiesen sie einen deutlichen Zuwachs des Erfolgs um 57 Prozent auf, während das Zinsgeschäft einen bedeutenden Rückgang um 44 Prozent erfuhr. Somit lag der Erfolg aus dem Handelsgeschäft bei den Grossbanken im Jahr 2024 bei CHF 9’602,1 Mio., was einem Zuwachs von CHF 3’485,6 Mio. entsprach, während ihr Erfolg aus dem Zinsgeschäft um CHF 1’690,3 Mio. auf CHF 2’150,9 Mio. sank. Der Anteil der Grossbanken am Zinsgeschäft sank damit von 15,8 Prozent im Jahr 2023 auf 10,2 Prozent im Jahr 2024, während ihr Anteil am Handelsgeschäft von 55,9 Prozent im Vorjahr auf 63,5 Prozent in 2024 stark anstieg. Trotz des starken Wachstums im Handelsgeschäft sank der Geschäftserfolg der Grossbanken um CHF 2’431,2 Mio. (–7,8%), was sich auch im Rückgang des Anteils am gesamten Geschäftserfolg von 43 Prozent auf 41,1 Prozent widerspiegelt.

Auslandsbanken: Tochtergesellschaften und Zweigniederlassungen
Grössere Banken verfügen – oftmals aus Marktzutrittsgründen – in verschiedenen Ländern über eine physische Präsenz. In der Schweiz sind knapp 100 ausländisch dominierte Banken tätig, die über 16'000 Personen beschäftigen und somit wesentlich zum Erfolg des Bankenplatzes Schweiz beitragen. Auslandsbanken, die in der Schweiz tätig sind, lassen sich dabei in zwei rechtliche Hauptkategorien unterteilen: Tochtergesellschaften und Zweigniederlassungen. Bei einer Tochtergesellschaft handelt es sich um eine nach schweizerischem Recht organisierte Bank mit beherrschendem ausländischem Einfluss. Diese Institute verfügen über eine eigene Rechtspersönlichkeit und können selbstständig Verträge mit Kunden abschliessen. Die Zweigniederlassungen hingegen verfügen über keine eigenständige Rechtspersönlichkeit, sind rechtlich somit unselbständig und können entsprechend nur für die ausländische Bank und nicht für sich selbst tätig sein. Das Fehlen einer eigenständigen Bilanz bringt es mit sich, dass gewisse FINMA-Vorgaben, wie die Eigenmittelverordnung (ERV), keine Anwendung auf die Zweigniederlassungen einer ausländischen Bank finden. Sie bedürfen dennoch einer Bewilligung der FINMA und sind der Aufsicht der FINMA unterstellt. Sie untersteht, wie die Tochtergesellschaften, der Regulierung bzw. den Verordnungen sowie den Rundschreiben der FINMA. Die überwiegende Mehrheit der Zweigniederlassungen ausländischer Banken fallen unter die Aufsichtskategorien 4 oder 5.
Langjährige Entwicklung der Erfolgsanteile der Bankengruppen
Der Strukturwandel der Schweizer Bankenlandschaft setzte sich fort, schwächte sich in den jüngsten Jahren aber ab. Der Erfolgsanteil der Grossbanken blieb zugunsten aller anderen Bankengruppen weiterhin abnehmend. Der Erfolganteil der Auslandsbanken erholte sich in den letzten Jahren.
Im langjährigen Vergleich stieg der Anteil der Börsenbanken am Gesamterfolg zwischen 2014 und 2023, mit Ausnahme des Jahres 2022, kontinuierlich an. Dieser Aufwärtstrend setzte sich auch im Jahr 2024 fort, so dass der Anteil der Börsenbanken bei 15,1 Prozent lag (2014: 11,2%). Auch der Anteil der Kantonalbanken stieg ein weiteres Jahr an, dieses Mal um 0,5 Prozentpunkte auf 16,2 Prozent. Aufgrund des starken Rückgangs des Anteils der Grossbanken am Geschäftserfolgs, verzeichneten alle anderen Bankengruppen mit Ausnahme der Auslandsbanken wieder gleiche oder höhere Anteile als vor zehn Jahren.
Der Anteil der Auslandsbanken nahm zwischen 2014 bis 2020 von 15,6 Prozent auf 9,8 Prozent ab. Das war einerseits auf veränderte Rahmenbedingungen infolge der Finanzkrise zurückzuführen, andererseits reduzierten einige Banken im Rahmen von Umstrukturierungen ihre internationalen Aktivitäten auf ausgewählte Geschäftsbereiche, was zu konzerninternen Verlagerungen oder Verkäufen von Geschäftsbereichen führte. Seit 2021 ist wieder eine Zunahme des Anteils am Geschäftserfolg zu beobachten, so dass sie inzwischen mit einem Anteil von 12,7 Prozent nur noch 2,9 Prozentpunkte unter dem Vergleichswert von 2014 liegen. Bei den Grossbanken setzte sich der seit 2020 laufende Abwärtstrend fort. Während sie in den Jahren 2014 bis 2022 noch ca. 50 Prozent des Geschäftserfolgs ausmachten, lag ihr Anteil im Jahr 2024 nur noch bei 41,1 Prozent. Dieser Rückgang illustriert den Strukturwandel in der Schweizer Bankenlandschaft. Er war jedoch deutlich schwächer als im Vorjahr, wo die Folgen der Übernahme der Credit Suisse im Zentrum standen.
Jahresgewinn und Steuern
Abbildung 11
BHerleitung Periodenerfolg der Banken in der Schweiz per Ende 2024
In CHF Mrd.

Grafik: Schweizerische Bankiervereinigung . Quelle: Schweizerische Nationalbank
Der Bruttogewinn nahm gegenüber dem Vorjahr um 12,3 Prozent auf CHF 23,9 Mrd. ab. Nach Wertberichtigungen, Steuern und dem ausserordentlichen Ertrag resultierte für die Banken ein Jahresgewinn (Periodenerfolg) von CHF 17,7 Mrd.
Aus der Abnahme des aggregierten Geschäftserfolgs um 3,5 Prozent resultierte 2024 ein Bruttogewinn von CHF 23,9 Mrd., der CHF 3,3 Mrd. (–12,3%) unter dem Vorjahreswert lag. Der Geschäftsaufwand, bestehend aus Personal- und Sachaufwand, erhöhte sich um 1,8 Prozent und blieb somit auf einem relativ stabilen Niveau. Nach Abzug von Abschreibungen, Wertberichtigungen und Rückstellungen verblieb den Schweizer Banken ein Geschäftserfolg von CHF 17,8 Mrd. (+52,5%), trotz eines sinkenden Bruttogewinns im Vergleich zum Vorjahr. Getrieben wurde dieses erfreuliche Resultat durch die markante Abnahme der Abschreibungen (–65,0%), der Wertberichtigungen und Rückstellungen (–54,6%) sowie der Veränderungen von ausfallrisikobedingten Wertberichtigungen und Verlusten aus dem Zinsgeschäft (–50,1%). Im Vorjahr waren diese Positionen aufgrund der Übernahme der Credit Suisse überdurchschnittlich hoch.
Besonders auffällig war der starke Rückgang des ausserordentlichen Ertrags von CHF 18,7 Mrd. im Jahr 2023 auf CHF 4,1 Mrd. im Jahr 2024, wobei die Position damit nichtsdestotrotz über den Werten aus den Jahren 2020 bis 2022 lag. Der starke Rückgang war fast ausschliesslich auf die Grossbanken zurückzuführen und kehrte somit die starken Effekte der Übernahme der Credit Suisse durch die UBS im Jahr 2023 wieder um. Konkret resultierte im Jahr 2023 bei den Grossbanken ein ausserordentlicher Ertrag von CHF 18,3 Mrd., der weitgehend durch die Übernahme der Credit Suisse durch die UBS zurückzuführen war – massgeblich bestimmt durch einen einmaligen negativen Goodwill von USD 29 Mrd. Nach Abzug der ausserordentlichen Aufwände ergaben sich für die Schweizer Banken ausserordentliche Netto-Erträge von CHF 3,8 Mrd. Mit CHF 2,5 Mrd. zahlten die Banken CHF 0,7 Mrd. (–22,2%) weniger Steuern als im Vorjahr.
Zusammenfassend ergab sich ein Jahresgewinn (Periodenerfolg) von CHF 17,7 Mrd. Dieser war zwar deutlich niedriger als im Vorjahr, aber weiterhin auf einem markant höheren Niveau als der Jahresgewinn von 2022 (CHF 6,5 Mrd.). Die dahinterliegenden Treiber waren die deutlich geringeren Abschreibungen, Wertberichtigungen, Rückstellungen sowie der nach wie vor etwas erhöhte ausserordentliche Ertrag.
Niedrige Inflation, Nullzinsen sowie handels- und geopolitische Spannungen prägen den Bankenplatz 2025
Die Schweizer Wirtschaft wächst weiterhin verhalten, die Konsumteuerung ist auf null gefallen und die SNB operiert seit Juni mit einem Leitzins von 0 Prozent. Internationale Unsicherheiten belasten die Nachfrage, die geldpolitischen Pfade der grossen Zentralbanken divergieren. Für 2025 bleibt die Erfolgsprognose für die Banken in der Schweiz gedämpft – sinkende Zinsmargen könnten teilweise durch höhere Kommissions- und Dienstleistungserträge ausgeglichen werden.
Im ersten Halbjahr 2025 setzte sich das verhaltene globale Wachstum fort: Der IMF rechnet aktuell mit 1,4 Prozent BIP-Wachstum für Industrieländer und mit lediglich 0,8 Prozent im Euroraum. Die Zunahme der handels- und geopolitischen Spannungen verteuerte die Refinanzierung für Unternehmen und erhöhte die Unsicherheit für Investitionen. Angesichts des niedrigen Inflationsdrucks senkte die SNB den Leitzins per Juni 2025 auf null. Die EZB reduzierte ihren Leitzins bis Mitte 2025 ebenfalls beträchtlich, während die Fed ihr Zinsband konstant hielt – beide auf deutlich höherem Niveau als die SNB.
Gemäss Swiss Banking Outlook erwarten die befragten Finanzmarktexpertinnen und -experten 2025 für die Schweiz ein reales BIP-Wachstum von 1,2 Prozent und eine Jahresteuerung von 0,3 Prozent. Die Arbeitslosenquote dürfte leicht auf 2,7 Prozent steigen. Vier von fünf Befragten rechnen bis Ende Jahr mit einem unveränderten SNB-Leitzins, das verbleibende Fünftel sieht ein Abwärtsrisiko bis – 0,25 Prozent. Für 10-jährige Bundesobligationen wird zum Jahresende eine Rendite von rund 0,4 Prozent erwartet, wobei die Prognose ein Abwärtsrisiko beinhaltet.
Der Franken notierte im ersten Halbjahr gegenüber den Hauptwährungen stärker: Der Euro kostete Anfang Juli rund 0,93 Franken, der Dollar 0,80 Franken. Die Mehrheit der im Swiss Banking Outlook befragten Expertinnen und Experten erwartet bis Jahresende einen weitgehend stabilen Franken-Wechselkurs, mit einem leichten Erstarken gegenüber dem Dollar.
Der Swiss Market Index (SMI) verzeichnete im ersten Halbjahr 2025 einen moderaten Zuwachs von rund 3 Prozent, zeigte dabei jedoch erhebliche Schwankungen innerhalb einer Bandbreite von 10’900 bis 13’100 Punkten. Bis Ende März legte der Index deutlich zu, getragen von positiven Inflationsdaten und der Zinssenkung der SNB. Im Zuge der US-Zollankündigungen kam es zu einem spürbaren Einbruch. Die damit verbundenen handelspolitischen Spannungen, verstärkt durch geopolitische Unsicherheiten und eine schwächere Entwicklung im Tech-Sektor, belasteten die Märkte weltweit. Der SMI konnte sich in der Folge nur teilweise davon erholen. Aufgrund der globalen Unsicherheiten dürfte die Volatilität auch im zweiten Halbjahr 2025 vergleichsweise hoch bleiben. Laut Swiss Banking Outlook erwarten 59 Prozent der Expertinnen und Experten einen erneut rückläufigen aggregierten Geschäftserfolg der Banken im Jahr 2025, 29 Prozent rechnen mit einem unveränderten Ergebnis. Als Haupttreiber wird der nachlassende Zinserfolg aufgeführt: Nullzins und potenziell Negativzinsen sowie verschärfter Wettbewerb im Kredit- und Hypothekarmarkt drücken die Zinsmargen. Auch bleiben die operativen Kosten hoch – nicht zuletzt aufgrund regulatorischer Projekte wie der Umsetzung von «Basel III Final». Positiv dürften sich Kommissions- und Dienstleistungserfolg sowie der Erfolg aus dem Handelsgeschäft entwickeln und damit den Rückgang im Zinserfolg zumindest teilweise kompensieren. 44 Prozent der Befragten rechnen zudem mit einem überdurchschnittlichen Hypothekarkreditwachstum; bei Unternehmenskrediten wird der langjährige Durchschnitt erwartet. Unter dem Strich signalisiert die Konsensprognose für 2025 jedoch trotzdem einen leichten Rückgang des Geschäftserfolgs.